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(07.09.2017 – Alltag)

SAW Bilderwerke 2

Dass es mir gerade nicht gut geht, merke ich an vielen kleinen Dingen.
-> Ich mag nicht so viel Gesellschaft – aber manchmal suche ich sie beinah dringend.
-> Ich fühle mich unwohl bei dem Gedanken, raus zu gehen, teils löst dieser sogar richtige Angst aus, wenn ich es doch muss, suche ich Schutz durch z. B. Kopfhörer mit Musik oder einen übergroßen Pulli
-> Draußen sein, unter Menschen, kostet Kraft, los und etwas auf dem Amt erledigen hinterlässt mich völlig erschöpft.
-> Ich kriege kaum Hunger, vergesse zu essen und mag nicht schlafen gehen. Bin immer noch wach und werde und werde nicht müde. Wenn ich dann doch mal schlafen kann, fühle ich mich nach dem Aufstehen noch stundenlang total müde, egal wie lange ich schlafe.
-> Ich bin dauerhaft angespannt und schwanke emotional beim kleinsten Anlass. Das ist zwar, schätze ich, der Basiszustand der meisten Borderliner und ich hab einfach Glück, dass es mir meist besser geht, aber dadurch kostet es leider trotzdem nicht weniger Kraft.
-> Die Sehnsucht, in den Arm genommen zu werden, ist groß, doch der Gedanke an die Anwesenheit einer anderen Person sorgt sofort für ein Überlastungsgefühl.

Umso mehr genieße ich dann die Anwesenheit und den Kontakt mit all den Menschen, die trotzdem da sind, so gut sie können beziehungsweise so weit ich es zulassen kann. Ich bin euch sehr dankbar, dass ihr da seid, deutlich dankbarer, als ich zurzeit gezeigt kriege.
Ihr seid großartig.
All die Menschen, die einen psychisch kranken Menschen nicht aufgeben, einfach weiter da sind, Nähe, liebe Worte, Lächeln und Zuneigung geben … für mich seid ihr nicht weniger als Helden.
Danke.

Fotograf und Bildbearbeitung: SAW Bilderwerke
https://www.facebook.com/sawbilderwerke/
Text: Anna-Lena Perner


(08.09.2017 – Mein Herz)
(TRIGGERWARNUNG Missbrauch, Ritzen)

Born To Run Model Beta Carotin

Mein Herz ist nicht mehr da daher über all Gefahr.
Ich sitze wieder da, komme langsam nicht mehr klar, ist das alles wirklich wahr? Er sagte oh ja oh ja! Ein Dreivierteljahr geht es schon so ab, unsere Zeit ist doch eh nur so knapp.

Gerüchte die verbreitet worden sind machten alle quer durch die Reihe blind. Eine Person saß stand oder ging und war diejenige wo alle Last auf sich fing. Sagen zeigen schweigen nichts nahm ihr das Leiden es ging einfach weiter dieses verdammte treiben. Jeden Tag aufs Neue Ärger für die Treue keiner hat Einsicht und Reue also weiter statt geborgen nur Sorgen. Eigene Probleme darf sie nicht haben stellt sie Fragen musste sie seine Laune einfach ertragen. Nicht verstanden und voller Hass braucht sie schnellstens woanders Rast. Ihre Gedanken ohne die kranken einfach mal raus lassen ohne auf die Großen aufzupassen.
Der Kopf kommt endlich zur gebrauchten Ruhe mit dazu auch Entlastung in den Schuhen. Nach der Pause kommt schon die nächste Klause Eltern Krieg steht nun an weil er es nicht anders kann ganz am Ende trägt mein Herz diesen unnötigen Elternkriegschmerz. Ein solches Trauma wird ewig begleiten daher eventuell stetiges streiten. Das eigene Blut bringt ein meist in die Glut Wasser ist selten dicker aber oft tausendmal schicker kaputt gemacht und dabei gelacht wär hätte dies je gedacht. Seit der Geburt gefickt hätte das je einer geblickt deshalb oft auch komische Ticks damit ihrs blickt. Klug klein manchmal auch stur war sie diejenige wo immer mal luhrt und am Ende niemand mehr spurt.
Allein gekämpft von klein bis jetzt nun ist der Punkt wo Herz und Kopf zerfetzt endlich ein Lichtblick falsch gedacht wieder nur Hirnfick und ausgelacht scheiß egal weiterlaufen ohne mal was einzukaufen wieso also deine Fragen hörst du nicht nur Plagen an den ganzen Tagen. Scheiße kommt wenn nur in Mengen um starke Menschen einzuengen keine Kohle die Hoffnung verschwindet weil Geld mein Herz (Sohnemann) anbindet. Entfremdet belogen und gekauft damit die kaputte kranke Mutter ganz abtaucht. Traurig aber wirklich wahr dabei möchte sie niemals Gefahr. Ohne ihren Halt wird sie bald komplett kalt schon bald die suche nach dem Messerspalt ritzen schlitzen es sollte eigentlich spritzen aber lieber schnitzen damit niemand alleine sitzen.
Nie niemals hätte sie es gewollt das am Ende irgendein Kopf rollt manch anderer hätte dies gewollt. Der Kampf das nix passiert täglich was hier keiner kapiert. Wirklich traurig dies mit anzusehen wie ein Mensch muss Wege gehen manch toter würde sich im Grab umdrehen. Aber egal ist zwar hart anstrengend noch mit dazu aber Dauerfahrt im Nu. Auf der Reise immer mit dabei der Neid der Leute denken nicht ans Leid ihrer Beute wüsste einer wirklich wie es schmerzt und schreit hallo alles Wissen ist doch die Zeit nach und nach kommen alle mal sehen nur gebrochen ihre ganzen Qualen das alles von den verbalen Attacken von falschen Ratten leider sind Neider immer heiter zu klettern auf Leitern und scheitern dabei fallen dann zu krallen wie ein rohes Ei …

Fotograf und Bildbearbeitung: Born To Run
http://www.model-kartei.de/sedcar…/fotograf/21782/borntorun/
Text: S.W.
Model: Beta Carotin
https://www.facebook.com/betacarotinmodelpage/


(12.09.2017 – Verstummt)

Somnia Aucupes Fotografien 2

Als ich noch klein war, lernte ich zu sprechen.
Jeder Tag brachte ein neues Wort und man hatte Glücksgefühle, weil man etwas toll machte.
So wurde das Reden ein wichtiger Bestand des Lebens.
Worte konnten so vieles ausdrücken Glück, Freude, Wut, Trauer.

Irgendwann kam ich jedoch an einen Punkt des Unglücks.
Ich wollte mich mitteilen, doch plötzlich wollte mir niemand mehr zuhören.
Erst sprach ich ruhig und leise aber niemand hörte mich.
Dann wurde ich lauter, doch auch so wollte mich niemand erhören.
Niemand dem ich meinen Schmerz hätte mitteilen können.

Man hatte doch einst so mühsam das Sprechen erlernt.
Sollte es nun nicht wahrgenommen werden?!
War ich es nicht wert, gehört zu werden?!

Erst machte es mich zornig.
Ich dachte, ich müsse nur lauter werden dann würde man mich wohl wahrnehmen.
Aber nichts passierte.

Die Verzweiflung wuchs, der innere Druck auch.
Suchte ich doch nur jemanden, der mir mein Leid von der Seele nimmt und mich anhört.

Ich resignierte.
Ich wusste, es reicht nicht auszusprechen, um wahrgenommen zu werden.
Ich muss handeln.

Und so fing ich an, mich zu verletzen.
Es tat weh, aber ich fühlte auch, wie der innere Druck weniger wurde.

Ich wusste, es war nicht der richtige Weg, aber es blieb mir nichts übrig.

Also verstummte ich mit der Zeit und ließ zu,
wie meine unausgesprochenen Gefühle mich krankmachten und mich Stück für Stück zerfraßen.

Fotograf und Bildbearbeitung: Somnia Aucupes Fotografien
https://www.facebook.com/AnkesFotografien/
Text: Bellatrix_Le”strange
Model: Bellatrix_Le”strange”
https://www.facebook.com/BellaRoseModell/


(13.09.2017 – Depression)
(TRIGGERWARNUNG Todessehnsucht)

Magie-der-stille Model Anna Lena Engel

Du standest am Wegesrand im Wald deiner kühnsten Albträume und hast dich in dich selbst hineinversetzt. Dunkelheit um dich herum, eine Stimme aus der Ferne, die winselnd nach dir ruft. Und diese grausame Furcht vor dem Licht des Morgens, da du nicht weißt, wie du weitergehen sollst. So verloren bist du gewesen, so unglaublich angstbefallen und einsam. Und du hast dich gefragt, wann es aufhört, wie sie es sagen. Du wusstest, dass sie sonst auch immer recht hatten, dass diese innere Finsternis aufhören sollte, aber du selbst konntest es nicht mehr fühlen.
Alles tat so sehr weh, du wolltest dich nicht bewegen, nur noch liegen und sterben, denn dieser Hölle wolltest du nicht länger ausgesetzt bleiben. Und es wurde noch finsterer, noch unbehaglicher, noch düsterer. Die Nacht nahm dich und deine Gedanken gefangen, du hast keine Hoffnung mehr gehabt. Dieser unermessliche Schmerz auf der Brust und diese unglaubliche Last auf den Schultern, die dich auf die Knie zwang. Nichts konnte dem entgegen gestellt werden. Dieses Leben – wovon sie sprachen – war es das, was du dir hättest herbeisehnen sollen?
Zu welchem Zweck? Es war alles schon sinnlos. Die Tage und Wochen und Monate zogen nur so an dir vorbei, aber die Stunden waren endlos. In den Sonnenstunden warst du den Tränen nahe, in der Nacht hast du dich ausgeruht vom Weinen. Und keiner da, keiner bei dir, in dir, der dich hochhob. Du dachtest im Ernst, du bleibst alleine im Wald, umgeben von Menschen, die nicht verstehen, was du fühlst. Und immer diese Frage: Wird es aufhören? Und diese Antworten: Ja. Und du hast dich so beklemmt gefühlt, so hilflos, so nicht du selbst. Dir fehlte die Kraft und das Talent dich weiter zu bewegen, dir fehlte die Lust und der Antrieb und was am wichtigsten war: dir fehlte der Wille. Denn du wusstest einfach, nicht wozu du weitergehen solltest.
Was zum Teufel sollte denn auf dich warten? Alle meinten: das Leben. Doch du konntest ihrer Vorstellung von Leben in diesem Schwebezustand nichts abgewinnen und konntest auch nicht wieder in deinen Urzustand zurückkehren. Du warst allein, ganz auf dich gestellt und ich glaube, so im Nachhinein, dass es auch diese Einsamkeit war, die dich weiterbrachte. Bei ihnen hattest du Angst vor dem alleine sein, aber warst du es erst mal, musstest du im Wald zurechtkommen. Dein Überlebenswille schaltete sich ein. Du musstest essen, dich beschäftigen, dich einfach um dich kümmern.
Und wer besser als du konnte wissen, wie das gehen sollte?
Nur du allein fandest die Antworten auf alle deine Fragen und das gab dir Energie. Wie in einer Kraftspirale schoss das zurück, was du investiert hast, du musstest nur erst die umzäunende Mauer durchbrechen, was hart war, keine Frage, aber du machtest es möglich. Der Wald erschien noch düster, aber du konntest dich in ihm orientieren und fandest bald einen Weg, um dich zu bewegen und zurecht zu kommen. Und auch vom Licht konntest du zerren.
Du erfandest Aufgaben, fülltest den Tag mit ihnen, und du erkanntest, dass die Beschäftigung dir gut tut. Und so tatest du noch mehr. Manchmal verfielst du noch in alten Trott, aber du fandest schnell wieder zur neuen Vorgehensweise zurück. So begannst du nun durch den Wald zu streifen und nach Wegen zu suchen und nach etwas verstrichener Zeit fandest du sie auch. Immer mehr Orientierung führte dich zu einer Lichtung und von dort aus kanntest du den Weg, denn er führte direkt nach Hause.

Fotograf und Bildbearbeitung: Magie-der-stille
https://www.facebook.com/Magie-der-stille-307306812776548/
Text: Izabela Becker
Model: Anna Lena Engel
https://www.facebook.com/profile.php?id=100005634919034


(16.09.2017 – Der Abgrund)
(TRIGGERWARNUNG Suizidgedanken)

Martina Kilian 2

Du stehst an einem tiefen Abgrund und überlegst es einfach zu tun. Dich einfach fallen zu lassen, in die unbekannte Tiefe. Du stehst im Regen, in Deinem persönlichen Regen voller Scheiße!

Alle wollen etwas von Dir verlangen etwas. Geben Dir nichts, kennen Dich nicht. Ist das wirklich das Leben, was Du willst, was Du nach außen zeigst? Wer kennt Dich wirklich, wer liebt Dich aufrichtig? Gibt es aufrichtige Liebe, oder nur ein beisammen!
Lebst Du, weil Du musst, oder weil Du willst. Liebst Du ehrlich, bist Du ehrlich zu Dir selbst? Warum lebst Du, wie Du lebst? Überlegst Du, was es noch da draußen gibt für Dich! Gibt es außerhalb Deines eigenen sozialen Käfigs noch ein anderes und besseres Leben? Oder findest Du Deines so gut, wie es nun ist?

Wenn Du überlegst, dann kennst Du die Antwort. Dann lasse Dich einfach fallen, lasse die Scheiße einfach oben. Stürze aus Deinem alten Leben stürze Dich einfach in ein neues. Eines was Dir, und nicht der Gesellschaft gefällt. Höre auf Dein Herz, und nicht auf Deine falschen Freunde. Du musst lernen Dein Leben zu leben, mache Dich nicht kaputt, entscheide nur für Dich. Es ist nun Zeit zu gehen, Du musst Deinen Weg wirklich alleine gehen. Viele

Du glaubst, Du bist alleine, leidest alleine. Fühlst Dich nicht wahrgenommen, falsch angenommen. Doch lass Dir von mir sagen, Du wirst Erfolg haben. Denn wir sind viele, niemand ist alleine. Gemeinsam ziehen wir an der gleichen Leine.
Damit Du und Ich, Erfolg haben.

Maler und Bildbearbeitung: Martina Kilian
Text: Stephan Schulz


(21.09.2017 – Der Tag)
Teil 1: Der “Morgen”

HeartMirror Photography 26

Wenn der Morgen anbricht, das Licht langsam die Dunkelheit verdrängt, die Vögel anfangen zu singen,
dann liegt der neue Tag noch verheißungsvoll vor mir.
Wenn die Welt noch ruhig und friedlich ist, dann kann ich glauben, dass da nichts ist, vor dem ich Angst haben muss.
Den Rücken gerade, den Kopf erhoben, die Augen weit geöffnet, so stehe ich auf dem Balkon und genieße diesen Moment, genieße das Sein.
In diesen Momenten kann ich die Vergangenheit abstreifen wie ein altes, ungeliebtes Kleid. Ich bin frei.
Was vor mir liegt: Arbeit, Erledigungen, Pflichten, alles scheint mühelos machbar.
Jeder neue Tag birgt neue Chancen, neue Möglichkeiten.
Heute will ich sie nutzen!

Fotograf und Bildbearbeitung: HeartMirror Photography
https://www.facebook.com/heartmirror.photography/
Text: Britta Hohmann

Idee entstanden durch die in Chemnitz stehenden Schillingschen “Vier Tageszeiten” Figuren.

Der „Morgen“ mit Erwachen und Morgentau
Die erste Gruppe, auf der obersten Stufe der berühmten Terrassentreppe stehend, stellt den „Morgen“ dar. Es ist vor allem eine frische, herrliche Frauengestalt zu erblicken, in ihrem Haar erglänzt der Morgenstern. Sie lüftet vom Schlafe gestärkt, das Gewand und atmet auf, freudig das Tagwerk aufs Neue beginnen zu können. Ihr steht ein Mädchen zur Seite, welches eben auch erwacht, die Sandale an ihrem Fuß befestigt und zur anderen Seite ein zweites, welches aus einem Taukrüglein die Blumen tränkt.
(Quelle: Wikipedia)


(22.09.2017 – Seuche im Kopf)

SayurisWelt Model Kiri Chaotic

Alles vergeht, wenn sie kommt. Liebe, Freude, Friede – alles im Leben so gekannt und plötzlich zur Sinnlosigkeit verkommen. Nichts davon bleibt, im Krieg. Und nichts anderes ist sie. Die Krankheit. Die Seuche im Kopf. Stetig suchend, nichts findend. Irrend in den weiten Gängen aller Gedanken. Der bekannten und bis dahin unbekannten. Zermürbend und so aussichtslos. Es gibt kein Licht mehr, nur noch die Halbschatten, die nach allem greifen, was einst so lieb und teuer war. Und während sie greifen, kratzen, beißen und fressen, bleibt nur dieses Gefühl zurück, welches keines mehr ist. Dieser Zustand des ewigen Fallens und der Hoffnungsschimmer, man möge irgendwann aufschlagen und es wäre vorbei. Es ist nie vorbei. Die Sonne scheint, doch nicht hier. Der Regen fällt, doch das melodische Trommeln schenkt keinen Trost. Immer nur Fallen. Tief und sinnlos und ewig. Man will schreien und weinen oder einfach nur raus. Aus diesem Sein, diesem Leben, welches keines mehr ist.
Kapitulation in diesem Krieg, der in einem wütet. Gedanken fliegen umher wie die Gewehrkugeln. Schlagen Krater wie Bomben. Das schrille Heulen der inneren Sirenen schweigt nie. So müde. So kraftlos und taub. Alles unendlich weit entfernt. Nichts betrifft, aber alles vernichtet. Vergiftet und so fern einer Rettung. Die Beine so schwer, jede Tat mechanische Pflicht. Bis auch das nicht mehr geht. Sitzen. Am besten Liegen, im Dunkel und ausharren. Der Kugelhagel im Kopf lähmt und lärmt und tötet. Tötet einen, immer mehr, immer schneller. Kein Winden mehr, kein Wirken. Nur noch atmen, weil das Fleisch danach verlangt. Monotone Herztöne, rauchendes Blut in den Ohren, dem Wahnsinn so nah, der Stille so fern. Bewegungslos ausharren, wartend, hoffnungslos hoffend, atmen. Man atmet noch. Und fragt sich stumm, warum. Und doch hört man damit nicht auf. Lässt die Seuche weiter wüten und vernichten. Zerstören, was einmal war und nie wieder sein wird.

Fotograf und Bildbearbeitung: SayurisWelt
https://www.facebook.com/SayurisWelt-772448449461087/
Text: Peggy Axmann
Model: Kiri Chaotic
https://www.facebook.com/KiriChaotic/


(23.09.2017 – Der Tag)
Teil 2: Der “Mittag”

HeartMirror Photography 27

Wenn der Tag zur Hälfte vorbei ist, die Sonne im Süden steht, dann stehe ich noch aufrecht.
Wenn die Welt gerade mitten im Leben ist, dann kann man mir nicht ansehen, dass ich Angst vor dieser Welt habe.
Die Augen etwas weniger offen, den Kopf ein kleines bisschen gesenkt, so verlasse ich mein Büro.
Der halbe Tag liegt auf mir, wie ein etwas zu schwerer Mantel.
Arbeit, Pflichten, einiges habe ich heute geschafft.
Ein paar der Chancen vom Morgen habe ich genutzt.
Kann ich noch mehr Chancen nutzen?

Fotograf und Bildbearbeitung: HeartMirror Photography
https://www.facebook.com/heartmirror.photography/
Text: Britta Hohmann

Idee entstanden durch die in Chemnitz stehenden Schillingschen “Vier Tageszeiten” Figuren.

Der „Mittag“ mit Arbeit und Streben
Die zweite Gruppe, ebenfalls den oberen Abschluss der Treppe zierend, stellt den „Mittag“ dar. Eine Mannesgestalt, das Haupt mit einer Strahlenkrone geschmückt, hält mit der Rechten den Ruhmeskranz empor. Ein Jüngling erhebt die Hand nach demselben, das Streben nach Ruhm andeutend, während daneben eine Knabengestalt, mit dem Spaten arbeitend, das schlichte Schaffen am Tage verdeutlicht.
(Quelle: Wikipedia)


(26.09.2017 – Der Tag)
Teil 3: Der “Abend”

HeartMirror Photography 28

Wenn der Tag zu Ende geht und das Licht langsam weniger wird, dann bin ich in Sicherheit.
Wenn die Welt noch mit abendlichen Verabredungen und Aktivitäten beschäftigt ist, dann bin ich zu Hause
und wundere mich, dass ich tatsächlich wieder einen Tag überstanden habe.
Ausgelaugt von den Anstrengungen des Tages kann ich abends nur sehr wenige Menschen um mich herum ertragen.
Der Tag hat Ballast auf mir abgeladen, der mich jetzt niederzwingt.
Von meinem Pensum für heute habe ich das meiste geschafft, auch wenn es mir schwergefallen ist.
Viele Chancen, die ich genutzt habe.

Fotograf und Bildbearbeitung: HeartMirror Photography
https://www.facebook.com/heartmirror.photography/
Text: Britta Hohmann

Idee entstanden durch die in Chemnitz stehenden Schillingschen “Vier Tageszeiten” Figuren.

Der „Abend“ mit Musik und Tanz
Am Fuße der Treppe erheben sich die herrlichen Figuren der Gruppe Abend und Nacht. Der „Abend“ ist dargestellt durch eine kräftige Mannesgestalt, die nach vollendetem Tagewerke sich dem behaglichen Genusse überlässt, dabei dem Saitenspiel des ihm zu Füßen ruhenden Mädchen lauscht, während ein zweites, ein Tamburin in der Hand, sich zum Tanze anschickt.
(Quelle: Wikipedia)


(28.09.2017 – Der Tag)
Teil 4: Die “Nacht”

HeartMirror Photography 29

Wenn das Licht der Dunkelheit gewichen ist und die Konturen verschwimmen, dann bin ich ganz bei mir.
Wenn die Welt still ist und nichts von mir erwartet wird, nur dann kann ich entspannen.
Wieder einen Tag habe ich geschafft, vielleicht sogar besser als erwartet. Die Dunkelheit umhüllt mich wie eine warme, kuschelige Decke.
Wenn der Tag gut war, dann kann ich erholsam einschlafen.
An schlechten Tagen aber kreisen die Gedanken, die Stille der Nacht dröhnt in meinem Kopf, die Dunkelheit erdrückt mich.
Morgen ist ein neuer Tag.
Vor mir liegen neue Chancen.
Sind es Chancen, oder sind es Gewichte, die mich zu Boden zwingen?
Es ist jeden Tag anders.

Fotograf und Bildbearbeitung: HeartMirror Photography
https://www.facebook.com/heartmirror.photography/
Text: Britta Hohmann

Idee entstanden durch die in Chemnitz stehenden Schillingschen “Vier Tageszeiten” Figuren.

Die „Nacht“ mit Schlaf (Hypnos) und Traum (Morpheus)
Von noch größerer Schönheit ist die „Nacht“. Sie ist als Frauengestalt gedacht. Die Mondsichel über der Stirn sitzt sie da, schützend ihr Gewand um einen im Schlaf gesunkenen Knaben legend, während der geflügelte Morpheus dem Schlummernden süße Träume zuflüstert.
(Quelle: Wikipedia)

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