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Depression ist eine Volkskrankheit. Zugleich ist sie eine Krankheit, die oft verborgen stattfindet und immer noch häufig mit Tabus belastet ist. Sie kann durch Lebensumstände ausgelöst werden oder auch ohne Auslöser den Menschen heimsuchen. Ihre Folgen sind meist innere Vereinsamung, die Depressionen dann noch verstärken. Suiziden und Suizidversuchen gehen aller Erfahrung nach Depressionen voraus.

Aber Menschen mit Depressionen kann geholfen werden. Und es muss ihnen geholfen werden!

Der erste Schritt hierzu ist, dass Depression vom sozialen Umfeld erkannt wird. Die Initiative „Gib Depression ein Gesicht!“ ist hier der richtige Ansatz, von dem aus individuelle Hilfe eingeleitet werden kann. Außerdem hilft diese Initiative, diese Erkrankung aus dem Dunkel herauszuholen und in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Auch der Deutsche Bundestag hat sich im Juni dieses Jahres im Rahmen des interfraktionellen Antrags von CDU, CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen „Suizidprävention weiter stärken – Menschen in Lebenskrisen helfen“ der Depressionen angenommen und deren Bekämpfung in den Mittelpunkt der Präventionspolitik gerückt.

Daher bin ich zuversichtlich, dass wir mit Erfolg gegen diese Volkskrankheit angehen werden. Auch und gerade dank der Initiative „Gib Depression ein Gesicht”.

Ute Bertram
Präsidentin der
Bundesvereinigung Prävention
und Gesundheitsförderung e.V.

 

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