Gedichte Neu

(21.07.2017 – Die Tür nach draußen)

Andrea Eckert

Die Tür nach draußen ist weit geöffnet,
die Sonne scheint sehr schön und präsentiert sich dazu,
doch du schaust nur ganz traurig
und hörst den singenden Vögeln zu.

Eigentlich hält dich nichts davon ab,
dich nach außen zu bewegen,
die schöne Luft und Natur ganz allein nur für dich zu genießen.

Du sitzt aber immer noch in deinem Zimmer,
hast deine vier Wände um dich herum,
dein Schutz, dein Heim, dein Reich,
hier bist du für dich und keiner kann dich sehen,
das ist das,
was dich ganz allein macht und dieses Gefühl nicht vergeht.

Du malst dir aus,
wie könnte es eigentlich sein,
wenn ich einfach nur nach draußen hin,
nichts dabei denk und ich wirklich nur ich bin,
wäre das nicht nur mein belangloser Schein
und was hätte das für einen wirklichen Sinn und auch Sein?

Und so sitze ich immer noch und schaue aus dem Fenster raus,
werde heute nichts mehr tun,
aber vielleicht sieht morgen schon alles ganz anders aus …

Fotograf und Bildbearbeitung: Andrea Eckert
Text: Andrea Eckert


(22.07.2017 – Abseits der Wege)

Saskia Sophia Prodromidis 2

Wir gehen meist auf unseren festen Wegen,
doch warum nicht mal den Gedanken hegen
und von diesen holprigen Pfaden abgehen.

Ist der Weg vielleicht auch beschwerlicher,
so ist Neues nicht gleich immer gefährlicher,
wer weiß vielleicht sogar um vieles ehrlicher.

Finde den Mut und glaube ganz fest an Dich,
sehe Vergangenes einmal aus anderer Sicht,
so schimmert das Leben in ganz anderem Licht.

Vieles kann Dir abseits der Wege wiederfahren,
gehe ihn langsam, nur dann wirst Du es erfahren
und vielleicht wirst Du Dir diesen Weg bewahren.

Nur wenn Du vertraust, kannst Du neue Wege gehen,
wirst in der Lage sein manches besser zu verstehen,
um so der neuen Zukunft positiver entgegenzugehen.

Fotograf: Saskia Sophia Prodromidis
Bildbearbeitung: Saskia Sophia Prodromidis
Text: Nadine Wagner


(30.07.2017 – Tage, die die Seele schinden)

Dirk Ludwig Fotografie Model Freakylicios factory

Am Morgen, ich schlage die Augen auf und bin müde, kaputt und schlapp.
Der Kopf fährt Achterbahn, die Nerven surren und der Magen rebelliert.
Ich sitze beim Kaffee und der Kopf wird nicht klar. Er surrt und zurrt.
Er ist einfach leer und sieht die Welt nicht mehr.
Keine Sonne, nicht ihre wärmenden Strahlen, keine Wolke am blauen Himmel,
kein Vogelzwitschern dringt zu mir durch.

Was soll ich im Leben?
Wann wird das alles zu Ende sein?
Warum ist das heute wieder so?
Fragen, die keine Antwort finden.

Kein duschen am Morgen, viel zu anstrengend.
Nur Katzenwäsche und Zähneputzen, zu allem anderen fehlt der Antrieb.
Der Schlafanzug wird der Tagesbegleiter. Na und, mich sieht heute niemand.
Kein Weg zu Aldi, kein öffnen für die Post, ich bin einfach nicht da. Und doch bin ich da.
Schon der Weg zwischen Bett und Sofa fällt schwer.
Wenn ich nicht schlafe, sitze ich auf dem Sofa und surfe sinnlos im Facebook.

Ich fühle nicht, ich begreife kaum, was um mich herum passiert.
Ich habe keine Geduld zum Lesen. Nicht schlimm, weil ich es ja eh wieder vergesse.
Ich habe keinen Antrieb, den Staub auf den Möbeln zu bekämpfen,
die Küche aufzuräumen oder zu kochen.
Selbst mein Magen vermeldet keinen Hunger. Ich bin einfach nur da.

Ich sitze auf meinem Sofa und bin es zufrieden.
Niemand stört, keiner hört, keiner sieht.
Ich bin mit mir ganz allein.
Keiner kann mir wehtun, keiner kann sagen: du musst, keiner kann mich nerven …
Ich möchte einfach nur da sein, einfach nur sein.

Selbstzweifel jagen mich dann. Sie sagen mir, ich bin zu doof zum Leben.
Habe ich überhaupt etwas richtig gemacht.
Zu lange habe ich gerudert, gegen den Strom.
Zu lange habe ich dem maroden sozialen System zugeschaut
und wollte doch die Welt verändern.
Zu lange habe ich gekämpft, im Job, in der Familie, in der Beziehung, um die Kinder.
Wofür? Warum? Habe ich das Richtige getan? Fragen die kaum Antworten finden.

Die Luft ist raus. Die Kraft reicht nicht mehr zum Kämpfen.
Ich möchte nur noch meine Ruhe.
In mir ist nur ein großes Nichts.
Die Leere füllt meine Gedanken, meine Gefühle und mein Sehen.

Einfach da sein, ohne anderen gefallen zu müssen,
ohne Forderungen erfüllen zu müssen oder zu funktionieren.
Die Sehnsucht nach allein sein und Ruhe ist übergroß.

Und doch gibt es Tage, das kommt das Leben in mir zurück.
Sie geben Hoffnung, dass die Depression besser wird.
Mir den Willen nach Leben wieder gibt.

Fotograf und Bildbearbeitung: Dirk Ludwig Fotografie
https://www.facebook.com/dirk.ludwig.fotografie/
http://dirk-ludwig.de/
Text: Heike Pfennig
Model: Freakylicios factory
https://www.facebook.com/Freakylicios-factory-214094442010…/


(01.08.2017 – Warten auf irgendwas)

Matthias Helmrich Model Sugar Junky

Hab angefangen zu warten und zu warten,
Dabei muss ich doch einfach nur durchstarten,
Doch erwarte ich beim Warten irgendwas.

Irgendwas was mich sieht,
Irgendwas was mich hört,
Irgendwas was mich mag,
Irgendwas was mich liebt,
Irgendwas was mich versteht,
Irgendwas was, was einfach nur mit mir geht.
Irgendwas was zu mir steht,
Irgendwas was mich erinnert,
Wer ich wirklich bin,
Wenn ich wieder an mich vergessen und traurig sein bin.
Wenn ich meine Welt und alles an mir nicht mag,
Wenn ich am Verzweifeln und mich aufgeben mag,
Genau dann brauch ich für mich ganz dringend das irgendwas.

Und so warte ich und warte ich ganz leise und still immer weiter,
Aber in Wirklichkeit bin ich auf meinem Weg ganz allein und einsam.

Nein, ganz allein bin ich vielleicht nicht,
Doch mein Weg kann nur alleine gehen ich,
Werd sehen, wohin er mich führt und wie weit ich kommen werde,
Denn in Wahrheit bestimme ich die Richtung,
Wie weit ich es zulassen werde.

Fotograf und Bildbearbeitung: Matthias Helmrich
Text: Andrea Eckert
Model: Sugar Junky
https://www.facebook.com/sugarjunky86/?fref=ts


(02.08.2017 – Leere Augen)

Kathleen Pfennig Bea point nommé Model Unleashed mysterious 1

Der Blick ist starr, die Augen leer,
der Glanz ist ihnen längst entschwunden.
Der Blick geht raus aufs off’ne Meer,
ist kalt, Minuten werden Stunden.

In der Seele blauer Spiegel,
sieht man nichts, bloß dumpfe Leere.
Der Geist verschlossen wie mit ‘nem Siegel,
unerreichbar, gleich dem Grund der Meere.

Wenngleich ein Lächeln auf den Lippen,
scheint der Blick der Seele durch Tränen rot.
Noch schlägt das Herz hinter den Rippen,
doch die blauen Augen, sie sind tot.

Fotograf: Kathleen Pfennig
Bildbearbeitung: point nommé
https://www.facebook.com/point-nomm%C3%A9-796772623751332/
Text: Keiji-Chan – 28.05.2012
https://www.facebook.com/KeijiChanETS/
Model: Unleashed_mysterious
https://www.facebook.com/Unleashed_mysterious-147129047645…/


(03.08.2017 – Seelensplitter)

Time2Shoot Model Jay Rasgón

Er kann es nicht finden, sein dominantes Gesicht,
In so dunklen Tagen ein vielleicht sein von Elend geplagtes Herz rettendes Licht.
Seine grünen Augen sehen nirgends einen Sonnenstrahl, verwelkte, gar verdorbene Felder,
Erblicken zerfallende Städte, sterbende Menschen und brennende Wälder.
Sie scheint ihn zu fürchten, die in ihm gepeinigte Seele,
Versteckt sich vor der eigenen Hand, als ob diese selbst jene bis auf das letzte quäle.
Der Mann erkennt am düsteren Himmel strahlenlose, schwarze Sonnen,
So bleibt die Zukunft unerträglich finster selbst die leuchtenden Sterne scheinen zerronnen.
Er kann sich selbst nicht finden, sucht aber verzweifelt weiter,
Weiß nicht mehr, wie es dazu kam, fühlt keine Freude mehr, war ewig nicht mehr heiter,
Findet versteckt im nirgendwo seine eigene Leiche, unter eisiger Schwere begraben im Reich vom endlosen Regen
Und weiß sich für immer verloren, weit weg von Erlösung, ohne jeglichen Segen.
Des dunkelhaarigen, kräftig Gebauten unsterbliches, inneres Licht
Ist jetzt wohl gefangen in eisiger Kälte und starken Gewittern
Und begann, allem Anschein nach bereits vor Jahren,
Wie heruntergefallenes Glas in tausend Teile zu zersplittern.

Fotograf und Bildbearbeitung: Time2Shoot
https://www.facebook.com/Time2ShootNG/
Text: Anima Corvum – 17.11.2016
Model: Jay Rasgón
https://www.facebook.com/Jay.Rasgon/


(05.08.2017 – Leere)

Headlight Pictures Model Lady of Sunshine 3

Die Leere in mir, ein dunkles Loch, das immer nur zieht
Wenn es sich um mich ausbreitet, werde ich zum NICHTS
Ich kann nicht mehr, fühlen dann, nicht denken und nicht sein
Habe genug von Hoffnung und von Furcht
Die erdrückende Gefühlslosigkeit setzt sich im Herzen fest,
lastet schwer auf der Seele
Alles in mir wird stumpf, kalt und leer
Wie kann ein Mensch, der sonst so viel denkt, fühlt und in sich trägt,
mit einem Mal wie ausgehöhlt scheinen, als wäre da nie etwas gewesen?
Mein Ich – lediglich ein Schatten, das Leben eine grausige Illusion
Die Existenz eingefroren – so kalt liegt dieses fremde Ich in meinem Innersten
Was wäre, wenn ich mich gänzlich in meinen Gedanken verlieren,
mich in Surrealität auflösen würde?
Würde es einen Unterschied machen?
Was ist das für ein trister Gemütszustand, welch Qual nur?
Warum ich? Womit habe ich das verdient?
Diese elende Trägheit … Wieso unbedingt weitergehen?
Erschöpfung zieht sich zur Trostlosigkeit dahin
Wie lange ertrage ich das noch?
Wir ziehen dahin, fliegen vorüber
Ohne Halt, ohne eine Essenz
Gesichter, Menschen ziehen ohne ein Erkennen vorbei
Verschwommene Farben, verwischte Bilder unter Tränenschleiern
Nichts Anderes ist meine Welt – besteht aus belanglosen Illusionen
Nur die verhasste Schwäche kann ich noch wahrnehmen
Wie lange, bis ich neue Kraft schöpfen kann, nicht wieder hinabgezogen werde?
Wie lange noch, bis die letzte Kraftreserve aufgebraucht ist
und das Loch mich endgültig verschlingen wird?
Wann wird das eiskalte Meer, in dem ich so hilflos strample,
mich an die rettende Küste lassen?
Wie schafft man es bloß, sich Hoffnung auf lang verwehrte Wärme aufrechtzuerhalten,
Wenn das Herz doch still in einer eisigen Umarmung verharrt?
Nur der verhasste Grund nimmt mich immer wieder liebevoll auf
Wenn meine Augen sich doch sehnsüchtig zum azurblauen Himmel der Hoffnungen wenden
Doch meine Gebete, das Flehen wurden noch nie erhört
Sind Zweifel am Ende doch stärker als der Mut eines schwachen, leeren Herzens?

Fotograf und Bildbearbeitung: Headlight Pictures
https://www.facebook.com/headlightpictures/
Text: Skye Silva
Model: Lady of Sunshine


(06.08.2017 – Blick der Seelen)

Martin Bärmann Model Loctus

Ich folge dem Weißen Kaninchen
hinein in eine finstre Welt.
In dieser scheint für meine Augen
der Blick der Seelen mir erhellt.

Mein Blick schweift fern zu einem Baby,
das in der Wiege liegt und weint.
Ein gleißend Licht umhüllt die Kleine:
Die Unschuld, die gen Himmel scheint.

Ich gehe weiter diese Straße,
die mich an einen Spielplatz führt.
Seh Kinder dort, bereits verdorben,
der Hass in ihnen längst geschürt.

Am Ende dieses langen Weges
seh ich mein seelisch Spiegelbild.
Erblicke eine schwarze Leere,
mein Schreckensschrei die Welt erfüllt.

Dann führt mich das Weiße Kaninchen
zurück in meine eigne Welt.
Geblendet sind hier meine Augen,
vom Blick der Seelen nun entstellt.

Fotograf und Bildbearbeitung: Martin Bärmann
Text: Keiji-Chan – 19.07.2016
https://www.facebook.com/KeijiChanETS/
Model: Locutus
https://www.facebook.com/Locutus-920469614703499/


(08.08.2017 – Nur mal depressiv)
(TRIGGERWARNUNG Todessehnsucht)

Matthias Bauch 2

Nur mal wieder … pst … das darf keiner wissen depressi
Dunkle Wolken ziehen heran, habe sie schon lange beobachtet!
Blitze sausen auf mich nieder, ich werde klatschnass
Ängste durchzucken alle Glieder und nehmen mir die Luft
Traurige Augen schauen in die dunkle Nacht, mitten im Tag!
Schmerzen stechen wie tausend Nadeln in meinem Kopf
Warum, warum ich, muss ich so schrecklich leiden?
Todesängste und Todessehnsucht überfallen mich
Keiner sieht es mir an!
Keiner will es überhaupt sehen!
Keiner möchte sie haben, die Depression!
Ich frage mich, wie komme ich wieder da raus?
Gibt es Lösungen, gibt es einen Weg oder gar ein Ziel?
Nein, denke ich, alles löst sich vor mir auf und ich bin ein gebrochener Mann!
Einst stark, einst kräftig ein Kämpfer, nun schwach wie eine Maus!
Was kann mir helfen, was tut mir gut, frag ich mich, habe tausend Gedanken.
Ich bekomme ein Antidepressiver und plötzlich war mir
Als hätte es diese dunklen Wolken nie gegeben!
Diese Depression machen mir immer wieder das Leben so schwer
Nur mal wieder eben depr … pst das darf keiner wissen
Nur mal wieder eben depressiv gewesen sein!
Gefangen in mir, was kein Gesunder je sieht und begreift!

Fotograf und Bildbearbeitung: Matthias Bauch
https://www.facebook.com/matthias.bauch.fotografie
Quelle: http://www.tunnelblick-stiftung.com/
Text: Holger Buß


(09.08.2017 – Hinter dem Spiegel)

Wolfgang Honzejk ArtFotografie 10

Erkennt er das versteckte Gesicht hinter eisiger Schwärze,
Diese furchtbare Fratze gefangen im Spiegel,
Hinter dem flackerndem, gedämpftem Schein der Kerze,
Mit eingebranntem Siegel?

Sehen seine Augen diesen mysteriösen Schatten,
Der ständig, auf allen Wegen mit ihm geht,
Den verfolgten, lebendigen Körper schon Jahre lang erwartet
Und immer lauernd in des Begehrten Nähe steht?

Es ist ein bösartiges Biest,
Kommt um des jungen Mannes Seele zu holen.
Auch wenn niemand das sich nach seinem Innerstem verzerrende Antlitz sieht,
So lauert es doch hinter allen Mauern und Toren.

Er weiß, man kann ihm nicht entkommen.
Jede Nacht wird zur elendigen Qual.
Es hat ihm in der Vergangenheit schon viel zu viel genommen
Und nun gibt es keine andere Wahl.

Herz und Verstand müssen sich ihm stellen,
Sein heiliges Wesen ohne Gefährten, ohne Hilfe, ganz allein,
Sich zu dem geheimnisvollen Monster auf der anderen Seite des Spiegels gesellen,
Hinter den gedämpft flackernden Kerzenschein.

Und nun stehen dort unsichere Augen voller klar sichtbarer Tränen,
Ein von Angst und Kälte verzerrtes Gesicht,
In ihm zu erkennen unbändiges Sehnen,
So unendlich weit entfernt von jedem Licht.

Welche Erkenntnis, welches Schicksal wird ihn nun erwarten,
Wenn seine zitternden Füße durch diesen Spiegel gehen,
Zu diesen finsteren, geheimnisvollen Schatten,
Vor dem sie schon seit endlosen Jahren stehen?

Er sucht nach einem kleinen Segen, etwas Wärme, verloren im düsterem Nichts,
Einem hellem Schein um endlich zu sehen.
Vielleicht erkennen seine Blicke dann die Züge des versteckten, mysteriösen Gesichts
Und der Geist beginnt zu verstehen.

Wird die eisern strahlende Seele die Aura des Monsters überwinden,
Es, wie solang ersehnt, letztlich besiegen
Oder mit ihm in die dunkelsten Tiefen der Nacht verschwinden,
Es ihr zerbrechendes Wesen endgültig kriegen?

Langsam verschwindet des Mannes unbändige Angst.
Seine Person sieht es gibt nichts zu verlieren,
Nichts mehr, um das er bangt
Und der Verstand fängt an die grauenhafte Bestie zu studieren.

Große Augen beobachten nun was und wie sie es tut,
Des Geschöpfes geheimnisvolle, zerstörerische Macht,
Animalische Anflüge von tiefster Verzweiflung und gnadenloser Wut,
Eine von Melancholie und Aggression geprägte, langfristig gesehen, ins Verderben führende Kraft.

Dann greifen erbarmungslos, ohne Rücksicht an,
Aus dem Nichts kommende Schübe von Gedanken
Und schmerzlich begreift der Verstand irgendwann
Worum diese sich, so eisern den Kopf zerquetschend, ranken.

Tief im Geiste setzt ein, ein Qualen behaftetes Verstehen,
Ein Dahinterkommen was seit Jahren auf allen Wegen vor sich geht.
Es beginnt ein finster erleuchtetes Sehen
Und bitterliches Erkennen welches Monster vor ihm steht.

Der gehörnte, schwarz feurige Dämon, versteckt in endloser Düsternis, ist mit dem Mann hier,
Der, der sein zerreißendes Herz seit unzähligen Dekaden plagt.
Das eigene Ich ist selbst das unzähmbare Höllentier,
Welches an seiner blutbefleckten Seele nagt.

Nun erkennt er das Antlitz, dieses schaurige Gegenüber,
Die eisige Schwärze, in der sein lebendiger Leib begraben liegt.
Eine ewig andauernde Suche ist vorüber,
Doch setzt keine Erkenntnis ein, wie man der Bestie entrinnt oder sie besiegt.

Und erneut denken Seele und Geist verloren zu sein,
Zu erfrieren in einer nie endenden Winternacht,
Von Welten fressender Dunkelheit verschlungen zu werden hinter dem Kerzenschein,
Verlieren alsbald die letzte Hoffnung und jegliche Kraft.

Wieder einmal verliert der davon Gepeinte sich selbst und jeden Glauben.
Einmal mehr bleiben zurück mit tausenden von kalten Tränen gefüllte Augen.

Fotograf und Bildbearbeitung: Wolfgang Honzejk ArtFotografie
https://www.facebook.com/WHArtFotografie/
Text: Anima Corvum – 27.06.2016

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