Gedichte Neu

(26.02.2017 – Der Blick zurück)

HeartMirror Photography 12

Der Blick zurück,
Er tut nicht mehr weh.
Ich hab es geschafft,
Damit abzuschließen.
Das, was geschah,
Als unauslöschlich zu akzeptieren.
Ich hab einen Weg gefunden,
mit einem guten Gefühl zurückzublicken.
Habe gelernt, mich abzuschirmen gegen die,
die mich benutzten, die mich verletzten,
mich am Boden sehen wollten.
Aber ich bin stark, ein letzter Blick zurück,
diesmal mit lächeln, denn ich weiß,
dass meine Zukunft vor mir liegt.
Eine Zukunft ohne Demütigung,
denn ich kenne meinen Wert.
Ihr müsst ihn nicht kennen,
denn für mein Leben seid ihr ohne Wert.

Dies ist mein Schirm,
der Schirm der Liebe, der Selbstliebe!

Fotograf und Bildbearbeitung: HeartMirror Photography
https://www.facebook.com/heartmirror.photography/
Text: Anja Corinna Wegst
Model: Kar Ina


(27.02.2017 – Das mystische alte Haus)

Amazone Adri

Ich renne durch die dunkle Nacht,
unaufhaltsam und auf der Suche.
Weiß nicht, was ich hoffe zu finden
und laufe aus Angst immer weiter.

Plötzlich ist da dieses alte Haus
und ich bleibe verwundert stehen.
Groß, alt, vom Leben gezeichnet,
doch es bricht nicht zusammen.

Fühl mich vom Haus angezogen
und gehe die großen Stufen hoch.
Ich blicke hinauf und bleibe stehen,
denn es verursacht Respekt in mir.

Wie dieses Haus kämpfe ich weiter,
breche niemals komplett zusammen.
Jedes Mal bricht ein Stück Seele ab
und mein Herz beginnt zu weinen.

Standhaft trotze ich meinem Leben
und wenn so vieles auch gehen mag.
Menschen, die mich wieder verließen
und Steine aus Schmerz hinterließen.

Zeit und Witterung formte dieses Haus,
ebenso wie die Menschen mein Leben.
Doch ich werde Situationen meistern
und mein Mauerwerk aufrechterhalten.

Werde nicht zulassen, dass es einstürzt,
solange meine Zeit nicht gekommen ist.
Zuviel schöne Dinge werden kommen
und meine Geschichte weiterschreiben.

Geschichten wie bei diesem alten Haus,
welches mystisch gezeichnet wurde.
Gezeichnet von Gezeiten des Lebens,
wie Schmerz, Trauer, Glück und Liebe.

Fotograf: Dirk Ludwig Fotografie
https://www.facebook.com/dirk.ludwig.fotografie/?fref=ts
http://dirk-ludwig.de/
Bildbearbeitung: Katja Casper Art
Text: Nadine Wagner
Designerin: Schrueppe McIntosh
Model: Amazone Adri


(28.02.2017 – Gedanken)

Out & Sight Claudia Diamond Model

Und die Gedanken schweben schwerelos um dich herum,
verworren und dicht gedrängt.
Keiner lässt dich los, keiner lässt dir Ruhe
und alle wollen zur gleichen Zeit gedacht werden.
Siehst die Welt nicht mehr vor lauter Gedanken,
jeder schreit lauter als der andere
und jeder Einzelne scheint lebenswichtig.
Ab und an entsteht eine kleine Lücke,
ein Sonnenfleck auf deinem Gesicht
wärmt deine Haut für einen Augenblick.
Du siehst die Welt, fühlst kurz die Wärme deiner Liebsten
bevor die Gedanken sich wieder zu einer dunklen Wolke verdichten
und die Welt für dich nur noch in dumpfen Tönen wahrzunehmen ist.

Fotograf und Bildbearbeitung: Out & Sight
https://www.facebook.com/www.outandsight.de/
Text: Claudia Diamond I Model
Model: Claudia Diamond I Model
https://www.facebook.com/ClaudiaDiamondModel/


(02.03.2017 – Vertraue mir)

HeartMirror Photography 13

Lass dich fallen
Der Boden, er fängt dich
Nein, der Aufprall ist nicht hart
Diesmal nicht
Ich war da
Hab es gesehen
Bleib liegen … Ruhe … Ruh dich aus
Spüre … spüre den Boden …
Sorge dich nicht
Ich bin da, dämpfe deine Fall,
gebe dir Schutz und Ruhe
Atme tief,
werde eins und fühle die Kraft
und Ruhe in dich strömen
Gib dir Zeit

Fotograf und Bildbearbeitung: HeartMirror Photography
https://www.facebook.com/heartmirror.photography/
Text: Anja Corinna Wegst
Model: Marc Bachmann


(03.03.2017 – Mein Leben mit dem ” schwarzen Teufel”)

Model NN 103

Ein Leben zu führen, in dem man depressiv ist, ist nicht leicht.
Man muss sich Blicken stellen, die man sonst nicht sieht.
Worte aufnehmen, die man so nicht hört.
Manchmal denke ich “Hey, ich bin ganz “normal”,
die anderen sind nur anders.

“Stell dich nicht so an”!
Nein, ich stell mich nicht an.
“Du siehst doch gut aus”!
Ja, äußerlich vielleicht.
“Was du wieder hast”!
Eigentlich habe ich ja nichts,
ich kann nur nicht anders.
“Reiß dich mal zusammen”!
Oh das mache ich jeden Tag.

Oft höre ich so was, hmm … täglich sogar.

Ja, ich weine, wenn andere lachen.
Ich bleibe drin, wenn andere raus gehen.
Ich liege im Bett, wenn andere feiern.
Ich hungere, wenn andere essen.

” Boar, mit dir ist alles scheiße geworden”!
Gut dann ist es so.

Aber … siehst du meine glücklichen Momenten?

Ich genieße jeden Einzelnen mehr als du deine.
Ich habe meinen besten Freund in der schlimmsten Zeit gefunden.
Für dich ist es einfach ein Hund.
Für mich ist es der tollste, beste, schönste, liebste
und treueste Wegbegleiter, den ich mir vorstellen kann.
Den ich bedingungslos lieben kann und er mich.

Manchmal denke ich: “Hmm …Vielleicht ist der auch depri, nur steht er da nicht zu”.

Ich lebe einfach so gut ich kann mit meinem “schwarzen Teufel”.

Wenn ich das so lese, liest es sich chaotisch,
aber ich poste es, weil es GENAUSO in mir aussieht.

DAS BIN ICH!!!!

Fotograf: Dirk Ludwig Fotografie
https://www.facebook.com/dirk.ludwig.fotografie/?fref=ts
http://dirk-ludwig.de/
Bildbearbeitung: SD Hobbyfotos
Text: Claudia Raasch


(04.03.2017 – TRIGGERWARNUNG!!! Missbrauch)

Holger Dankelmann 12

Mama???

Mama, wo bist du?
Ich liege hier – beschmutzt.
Beschmutzt in der Seele.
Benutzt wie eine Puppe.
Mama, hörst du es nicht?
Das leise Weinen,
meine Hilferufe.
Mama, siehst du es nicht?
Die Angst in meinen Augen,
das Leid in meinem Gesicht.
Mama, liebst du mich nicht?
Doch, du liebst mich,
aber deine Angst ist stärker.
Du willst mich schützen,
aber dein Selbstschutz ist stärker.
Mama, was soll ich nur tun?
Ich schweige, um dich zu schützen.
Weine stille Tränen,
um dich nicht zu ängstigen.
Hoffe, dass es irgendwann ein Ende nimmt
und ich frei sein darf.

Fotograf und Bildbearbeitung: Holger Dankelmann
https://www.facebook.com/holger.dankelmann
http://www.detailbilder.de/
Text: Anja Corinna Wegst


(05.03.2017 – Begegnungen)

Model NN 104

Sie geschehen zu allen Zeiten an jedem Ort,
manche musst du suchen, vor manchen läufst du fort.
Manchmal sind sie gewollt und lange geplant,
doch oft geschehen sie auch plötzlich und ungeahnt.
Die einen stimmen dich fröhlich, gelassen und heiter,
dann wünscht du dir es ginge immer so weiter.
Andere sind auch traurig, bitter und voller Schmerzen,
erwecken tiefes Mitgefühl in deinem Herzen.
Wieder andere sind still, ganz sanft und leise,
entfalten ihren Reiz in einer besonderen Weise.
In unzähligen Bildern fügt sich so jeder Stein
in das bunte Mosaik deines Lebensmusters ein.
Und horchst du in der Begegnung aufmerksam hin,
erkennst du auch bald ihren tieferen Sinn.

Kannst die Bedeutung der Botschaft für dich verstehen,
an deinem Lebensweg eine neue Abzweigung sehen.
Darum sei dankbar für all deine Begegnungen,
sind sie doch so etwas wie Gottes Segnungen.

Fotograf und Bildbearbeitung: Dirk Ludwig Fotografie
https://www.facebook.com/dirk.ludwig.fotografie/?fref=ts
http://dirk-ludwig.de/
Text: Freddie Haase


(08.03.2017 – Tanz des Lebens)

Dirkbee Fotografie Lia Fotos

Getanzt, gelacht
Applaus bekommen.
Das Leben gelebt,
alles mitgenommen.
Den Rausch genossen,
niemals allein.
Beliebt bei allen,
so schien es zu sein.

Gestolpert, gefallen
auf einmal erwacht.
Wo ist der Halt
in der dunkelsten Nacht?
Die Scheinwerfer erlöschen,
kein Mensch ist mehr da.
Wo sind nun die Freunde –
sie war ‘n doch so nah.

Sie leben das Leben,
das einst auch deins war.
Sie sehen dich nicht mehr,
du bist unsichtbar.
Das alte Leben,
ein billiger Schein.
Du gehst deinen Weg,
so kannst du nicht mehr sein.

Fotograf und Bildbearbeitung: Dirkbee Fotografie
https://www.facebook.com/Fotografie.DirkBee/
Text: Anja Corinna Wegst
Model: Lia Fotos


(11.03.2017 – Der Feind)

Arcticas Nightmare 3

Wer bist du,
der sich in meiner Seele eingenistet hat,
der mir sagt, wie wenig wert ich bin,
der mir verbietet glücklich zu sein,
der mir flüstert, dass das Leben sich nicht lohnt.

Wer bist du,
der mir die Kraft raubt,
der mir die Lust am Leben nimmt,
der mir mein Glück nicht gönnt.

Ich kenne dich,
du bist der finstere Teil meiner Seele,
du bist der Abgrund, der mich in die Tiefe reißen will,
du nimmst mir die Luft zum Atmen,
du raubst mir die Fröhlichkeit und erstickst meine Seele.

Ich kenne dich,
du agierst im Dunklen auf der Bühne meines Lebens,
du schleichst dich im Hintergrund heran,
du treibst dich im Dunklen herum,
und versuchst die anderen zu vergiften.

Wer bist du,
und nimmst dir das Recht heraus
die Hauptrolle in meinem Leben spielen zu wollen.

Das ist nun vorbei, denn ich kenne dich,
du scheust das Licht und ich werde es scheinen lassen,
du vertreibst die anderen von der Bühne und ich hole sie zurück,
du verlockst sie mit einfachen Antworten
und ich sage ihnen die Wahrheit,
du willst die Macht und ich nehme sie dir.

Fotograf: Dirk Ludwig Fotografie
https://www.facebook.com/dirk.ludwig.fotografie/?fref=ts
http://dirk-ludwig.de/
Bildbearbeitung: RW Image Editing Artist
https://www.facebook.com/RW-Image-Editing-Artist-860169907…/
Text: Markus Ziegler
Model Arcticas Nightmare


(12.03.2017 – Die Brücke)

Markus Ziegler

Für viele war ich ein Teil eures Weges,
egal wo ihr hin wolltet,
ich trug euch über die schwere Stelle auf eurem Weg.
Ich bot euch Halt und stützte euch,
mir war es egal, wo ihr herkamt.
Mir war nur die Zeit wichtig, wo ich euch tragen durfte.
Mit Neugier und Freude habe ich euch kommen sehn,
und mit Hoffnung, Zuversicht und auch ein wenig Sorge,
sah ich euch wieder gehen.

Das ist nun viele Jahre her,
mein unermüdlicher Einsatz
hat seine Spuren hinterlassen.
Ich blicke mit Wehmut und Freude zurück,
aber die Kraft, andere zu tragen, hat mich verlassen.
Ich war mit Freude für euch da,
aber ich bin daran zerbrochen.
Ohne meine Aufgabe, wer bin ich denn nun?
Wer braucht mich, wo ist mein Wert?

Ich bin aber mehr als nur eine Aufgabe,
alle Elemente meines Wesens sind noch da.
Vielleicht muss ich mich nur neu aufstellen,
vielleicht muss ich nur euch fragen,
ob ihr mir dabei helfen könnt.
Wer weiß, wo mein neuer Platz sein wird,
ich weiß nur, dass eine neue Zeit für mich beginnt.
Ich hoffe, wieder auf viele Menschen, die mir begegnen,
die mich wahrnehmen, die mich annehmen,
vielleicht auch die mich erkennen und sich erinnern.

Fotograf: Markus Ziegler
Bildbearbeitung: HeartMirror Photography
https://www.facebook.com/heartmirror.photography/
Text: Markus Ziegler

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