Gedichte Neu

(13.05.2017 – Meine Gedanken)

Fotografie Dietmar Kock Steffi

Bin ich fremd, weil ich anders bin?
Bin ich verrückt, weil ich nicht dazu gehören will?
Hassen Menschen alles Unerklärliche?

Ist Schmerz schlecht?
Sind Gefühle nicht auch irgendwie eingeredet?
Bin ich krank, weil ich es manchmal mag, wenn es wehtut?

Sollte ich das Unvermeidbare akzeptieren?
Muss ich mich fügen, wenn alles andere dumm scheint?
Ist es schlimm, dass ich kein Mensch sein will?

Immer hoffe ich auf ein „Nein“ von irgendwo, irgendwem.
Doch jeder sagt „Ja“, so fürchte ich,
dass meine Gedanken auf ewig einsam bleiben
und selbst meine Zustimmung sie ängstlich flieht.

Wer bin ich, wenn ich mich vor mir als Mensch,
meinen Gefühlen und Gedanken fürchte?
Ist es dann nicht besser, wenn ich überhaupt nicht mehr bin,
diese Entartung, die meinen Namen trägt, nicht mehr stört?

Dieser Gedanke macht keine Angst …
Vielleicht denke ich ihn deswegen nie zu Ende.

Fotograf und Bildbearbeitung: Fotografie Dietmar Kock
https://www.facebook.com/dietmar.kock03/?fref=ts
http://www.fotografie-dietmar-kock.de/
Text: Anna-Lena Perner
Model: Steffi


(14.05.2017 – Feel the Blues)

Holger Dankelmann 15

Musik heilt Seelen…
Oder heilt diese Möglichkeit der Kommunikation die Seele?
Ist es die Musik, die einem hilft?
Oder sind es die Gefühle, die die Musik machen?

Ist es überhaupt wichtig, jede Frage zu beantworten?
Ist es nicht schöner, manche Dinge zu nehmen?
Tut es nicht gut, der Musik zu lauschen, die einem gut tut?

Es sind zu viele Fragen,
zu wenige Antworten.
Musik ist Leben, Ausdruck von Emotionen.
Musik lässt einen fühlen, sich in Gedanken verlieren.

Musik ist Bewegung,
Ohne Bewegung keine Musik.
Egal in welche Richtung ich blicke, es ist eine Symbiose.
Ein Zusammenspiel… Eines geht nicht ohne das andere.

Ohne Licht kein Schatten,
Wo Schatten ist, ist Licht.
Ohne Emotionen keine Musik,
Wo Musik ist, sind Emotionen.
Sie hilft, sie spricht, sie teilt mit.
Musik ist Leben.

Fotograf und Bildbearbeitung: Holger Dankelmann
https://www.facebook.com/holger.dankelmann?fref=ts
https://www.detailbilder.de/
Text: Anja Corinna Wegst


(21.05.2017 – Wie ein Schmetterling)

Anonym

Es wird der Tag kommen,
an dem ich meine Flügel ausbreite und fliegen kann.
Und sie werden bunter und schöner sein als alles,
was ihr je gesehen habt.
Und ich werde mit den Sonnenstrahlen um die Wette strahlen
und mit den Regentropfen tanzen.
Und mein Lachen wird alle Tränen vertreiben
und alle Ängste übertönen.

Fotograf: Anonym
Bildbearbeitung: Anonym
Text: Anja Corinna Wegst


(23.05.2017 – Behind the eye)

Male-Efficient

In jedem Regentropfen
steckt ein kleines Stück vom Himmel.
Winzige kristallklare Perlen,
die sich aneinanderreihen,
als wollten sie uns etwas erzählen.
Anstatt uns vom Regen abzuwenden,
sollten wir unser Gesicht nach oben richten
und stillhalten, diesen kühlen Wolkenzauber begrüssen
und seinen Geschichten zuhören.
Vielleicht hat sie uns irgendjemand von da oben geschickt,
um zu zeigen, dass er an uns denkt!

Fotograf und Bildbearbeitung: Jana Jungclaus Photography
https://www.facebook.com/janajungclausphotography/
Text: Male-Efficient
Model: Male-Efficient
https://www.facebook.com/Male.Efficient/?fref=ts


(24.05.2017 – Mein Traum vom Traum)

Model NN 113

Voller Kopf, verlassene Seele, leere Augen,
starren mich im Spiegel an
fragen nach meinem Traum, meinem Leben, meiner Hoffnung
Sind meine fragenden Gedanken auch klar, verhallt die Antwort stumm im Nichts
Woher komme ich, wohin gehe ich, was möchte ich, wovon träume ich, wer bin ich?
Bin ich?
Fragen über Fragen stellen sich selbst in Frage
Lebte ich mich selbst oder lebte ich die Träume und Erwartungen anderer?
Was davon ist wahr, was war?

„Kommt ein ungelebter Traum wieder zurück zu mir?“,
frage ich mich in dem Moment, wo ich nicht weiß, wovon ich träume
Schlafen sie nur? Sind sie tot?
Vieles erscheint ruhend, sterbend, tot in mir – wie kann es sein, dass ich noch lebe?
Dahinvegetieren, existieren, funktionieren – wo fängt das Leben an, wo der Tod?
Ist das Leben der Tod?
Sterbe ich lebendig?

Du schaust mich an, doch siehst mich nicht,
redest blind auf mich ein
Du darfst nicht, mach das nicht, sei nicht so
Zerbogen, zerrissen, zerkratzt, zersplittert,
in unzählbare Einzelteile zerfallen,
habe ich mich aus den Augen verloren
Mein Ich ertrank in Deinen Worten

So schweige ich in dem was Du sagst
Rausgehen soll ich, an die frische Luft, in die Sonne
Ich soll mehr lachen, Freunde treffen, positiv denken,
mich zusammenreißen, nicht hängenlassen,
nicht so sensibel sein und doch so sein wie ich bin
Ich soll in Deinen Augen so vieles machen,
was Du für richtig hältst.
Dabei möchte ich nur, dass Du mich fest hältst
nicht richtig, nicht falsch – lieber ehrlich

Verstehst Du,
in der Nacht sind wir nahezu blind,
mein Ich sucht
Hoffnungen, Träume,
sucht sich selbst
Doch nur weil mittags nun die Sonne scheint
bedeutet dies nicht, dass meine Nacht vorbei ist

Dennoch: Ich glaube!
Hin und wieder,
zwischen den Zeiten
an ein Leben zwischen den Zeilen
Leerzeichen sprühen ihr Bild mit Wasserfarben in die Luft
Die Seele sieht, was für die Augen verschlossen
– einst hörte auch mein Ich den Schrei im Bild

Suchend finde ich vereinzelt Splitter
in den Trümmern meines Seins
Irgendwann werden sie ein Bild ergeben
ein Bild meiner Träume, Wünsche, Hoffnungen
ein Bild des Lebens
meines Lebens

Die Vorstellung vom Traum und Leben reiße ich an mich,
hoffend, dass sie nicht in Staub zerfällt
Wünschend, dass auch ich einmal
im lila Sternenregen tanzen,
in mir leicht und frei sein,
tief atmen und intensiv leben werde
Nicht wie andere es erwarten – ich werde ich sein

Das ist bereits (m)ein Traum!

Fotograf und Bildbearbeitung: Dirk Ludwig Fotografie
https://www.facebook.com/dirk.ludwig.fotografie/?fref=ts
http://dirk-ludwig.de/
Text: Nora Fieling
https://www.facebook.com/profile.php?id=100010762384014


(26.05.2017 – Ich bin müde)

Fotografie Weber Model Michele Siedtmann

Ich bin müde.
Müde vom Erklären, warum ich traurig bin,
Müde, mich zu rechtfertigen, warum ich Angst habe,
Müde, so zu tun, als sei alles gut.

Und doch finde ich keinen Schlaf.
Denn ich überlege, warum ich traurig bin,
Grüble, woher die Ängste kommen,
Denke nach, wann ich nicht mehr ich war.

So vergeht Tag um Tag,
Und das Gefühl, hilflos zu sein, steigt,
Das Gefühl, nicht lebensfähig zu sein erdrückt einen,
Es macht einen müde und schlaflos.

Fotograf und Bildbearbeitung: Fotografie Weber
https://www.facebook.com/fotografie.weber
http://www.model-kartei.de/sed…/fotograf/211359/marcusweber/
Text: Anja Corinna Wegst
Model: Michele Siedtmann
https://www.facebook.com/michele.siedtmann?fref=ts
http://www.model-kartei.de/…/2…/beta-carotin-was-fuers-auge/


(28.05.2017 – Melodie)

Christian Winter Photographie Model About Anne

Da ist dieser Song, eine Melodie,
dann dieser schwarze Vorhang.

Da sind diese Töne, sie lassen dich stehen
und umhüllen dich, mit dieser schwarzen Hülle.

Du verschwindest; immer tiefer … und tiefer …
und tiefer … und dann?

Du bist allein. Vorhanden ist nur der Vorhang,
die Hülle, du … und die Melodie.

Ist es Angst? Ist es Traurigkeit? Was fühlst du?
Nichts? Oder alles?

Die Zeit steht still und mit ihr, du und diese Hülle;
dieses Gefühl. Allein!

Fotograf und Bildbearbeitung: Christian Winter Photographie
https://www.facebook.com/christianwinterphotographie/
Text: ABOUT • ANNE
Model: ABOUT • ANNE
https://www.facebook.com/about.anne.modelpage/


(29.05.2017 – Voiceless)

Anna Logue Fotografie Model Male-Efficient

Manchmal fürchte ich mich vor der Dunkelheit, die uns umgibt.
Man sagt, “Es ist gerade genug Glauben in der Welt,
um die Menschen sich hassen zu lassen, aber nicht genug, um sich zu lieben.”
(aus dem Film ‘Angel Heart’)
Aber wenn ich ganz tief in mich hineinspüre, finde ich Liebe.
Sie kauert verunsichert und verängstigt in einer Ecke –
aber sie ist trotzdem da! Und wenn ich sie vorsichtig bei der Hand nehme,
kann ich sie vielleicht wieder langsam aus der Dunkelheit führen …
und gemeinsam mit ihr ins Licht treten!

Fotograf und Bildbearbeitung: Anna Logue Fotografie
https://www.facebook.com/AnnaLogueFotografie/
Text: Male-Efficient
Model: Male-Efficient
https://www.facebook.com/Male.Efficient/?fref=ts


(01.06.2017 – Der Weg)

Vor mir liegt dieser Weg.
Sehr schmal, um den Abgrund gewunden, steil ansteigend.
Ich kann nur ein kleines Stück sehen,
das Ende ist meinen Augen verborgen.
Der Himmel ist mit dunklen Wolken verhangen.

Soll ich losgehen?
Soll ich dem Weg folgen?
Wohin wird er mich führen?
Was passiert, wenn ich ausrutsche?
Der Weg ist so schmal.
Was ist, wenn meine Kraft mich verlässt,
mitten auf dem steilen Weg?

Oder soll ich hierbleiben?
Dort, wo mir alles vertraut ist.
Und sicher.
Wo ich aber immer die sein werde, die scheinbar alle kennen.
Ängstlich, nutzlos, anstrengend.
Niemals die, als die ich gekannt werden will.
Mutig, bereichernd, lebensfroh.
Was soll ich tun?

Loslaufen? Das Risiko eingehen?
Angst überkommt mich. Panik.
“Bleib bei dem was du kennst”, ruft mein schwarzer Teufel.
“Geh kein Risiko ein.”
“Ich schaff das sowieso nicht”, denkt mein Kopf.
“Trau dich”, flüstert mein Ich.
“Du hast mehr erlebt und überlebt als irgendjemand sonst.
Oder würdest du von hier etwas vermissen?”

Ich schaue auf den Weg, sehe die Steine und die Furchen im Boden.
Und ganz plötzlich, reißen die Wolken auf.
Die Sonne scheint auf den Weg.

Ich laufe los. Lächelnd.
Die Sonne weist mir meinen Weg.
Ich werde gewinnen.
Den Weg gewinnen. Mein Leben gewinnen.

Fotograf und Bildbearbeitung: SilentHarmony Photography
https://www.facebook.com/SilentHarmonyPhotography/
Text: Britta Hohmann


(02.06.2017 – Angst)

Elli Princessa Fotomodell

Alle sehen, wie stark du scheinst.
Doch wenn man in die Augen schaut,
sieht man einen gebrochenen Menschen.
Es ist ein gebrochenes Kind,
gefangen im Körper eines Erwachsenen.
Der Spiegel in den Augen zeigt all das Leid,
was der Mensch sehen musste.
All den Hass und den Schmerz,
der ihm widerfahren ist.
Man sieht die Angst,
die Verzweiflung.
Den Dämon, der in ihm wütet.
Eine Scheibe kann gerissen sein,
dennoch steht sie stabil da.
Das zeigt, wie kaputt ein Mensch sein kann,
obwohl er kerzengerade vor die steht.
Es kann das Mädchen an der Kasse sein,
dein Nachbar, die Frau in der Bahn.
Lasse dich von einem Lächeln nicht blenden.
Schaue in die Augen und erkenne das Leid.
Hilf diesen Menschen.
Denn es kann auch dich treffen.
Denn die Augen sind ein Spiegel zur Seele.

Fotograf und Bildbearbeitung: Elli Princessa Fotomodell
https://www.facebook.com/elliPrincessa/?fref=ts
Text: Samantha
Model: Elli Princessa Fotomodell
Make-Up: Make-Up Artist Namida
https://www.facebook.com/makeupartistnamida/?fref=ts

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