Gedichte Neu

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(04.05.2018 – Zerfall)

Andreas photography - besser knipsen 2

Dunkelheit – Sie zerfrisst mich.
Tiefste Finsternis zerstört die Seele innerlich.
Kein Augenblick der Freude ist mir gegönnt,
Wahrscheinlich so lange, bis mein Leben zu end’.

Zerfall – Er verschlingt gute Laune wie nichts.
Absoluter Niedergang führt vor inneliegendem Auge zum jüngstem Gericht.
Jegliche Form von Freude scheint verloren
Und in einem drin ist ein endloses Schlachtfeld geboren.

Ewige Nacht – Sie führt bedingungslos in eisige Kälten.
Dichte Nebelschleier sind die Gräber heiler Welten.
Meine Blicke können nichts anderes mehr sehen,
Ich mich selbst nicht mehr finden, geschweige denn verstehen.

Heitere Stimmung – Mit ihr verloren den Appetit.
Weder Hunger noch Abtrieb, als ob es nichts Lebenswertes mehr gibt.
Der Verstand findet nichts mehr von Bedeutung, noch etwas wichtig
Und alles um einen herum wird mit mal gänzlich nichtig.

Zerfall – Mit der Seele vergeht der Leib,
Er nimmt immer mehr ab, so wie Herz und auch Geist.
Macht weder vom Gefühl noch vom Gehirn her etwas Sinn,
So magert der Körper mit ihnen herunter, geht einfach dahin.

Fotograf: Andreas photography – besser knipsen
https://www.facebook.com/BesserKnipsen/
https://www.instagram.com/besser_knipsen_pixelworx/
Bildbearbeitung: Andreas photography – besser knipsen
https://www.facebook.com/anima.corvum.1
Model: Isabelle Gath
https://www.facebook.com/isabelle.gath.90
https://www.instagram.com/gathisabelle/
Text: Anima Corvum – 23.02.2018


(03.05.2018 – Selbsthilfe)

Gunnar Janke's Bilderbox

Meine Seele schreit vor Schmerz, aber niemand kann es hören.
Aber wenn niemand es hört, wie soll sie dann leiser werden?

Mein Körper hat keine Kraft mehr, aber niemand kann es sehen.
Aber wenn niemand es sieht, wie soll er zu Kräften kommen?

Mein Geist kapituliert, aber niemand kann es fühlen.
Doch wenn niemand es fühlt, wie soll er dann kämpfen?

Ich selbst kann es hören ich selbst kann es sehen und es fühlen,
ja das kann ich auch, also liegt die Antwort nicht sehr fern,
ich selbst bin jene Hilfe, die ich brauch.

Fotograf und Bildbearbeitung: Gunnar Janke’s Bilderbox
https://www.facebook.com/gunnarjankesbilderbox/
Model: Natascha Plate
https://www.facebook.com/natascha.seligmann
Text: Jez


(02.05.2018 – Ich)

Your-Picture 1

Wer war ich
Wo bin ich hingegangen
Wo verschwunden
Wo versteckt
Ich schaffe es nicht – so sehr ich mich bemühe
Herauszufinden
Wie es ist
ICH zu sein
Ich bin die wie andere mich sehen wollen
Ich tue das was andere erwarten
Nur was erwarte ich
Wenn ich
ICH sein darf
Ob ich das je herausfinden werde
10.02. 2018

Fotograf und Bildbearbeitung: Your-Picture
https://www.facebook.com/YourPicture.DirkHolstein/
Text: Susi Eberhardt – 10.02. 2018
Model: Lisa Invisible


(01.05.2018 – Hoffnung!?)

NN 116

Unruhe und Angst
Verbreiten ihre Schatten
Trauer und Schmerz
Wühlen innerlich auf

Anspannung und Wut
Verkrampfen das Herz
Sorgen und Leid
Zertrampeln jedes Gefühl!

Alles was atmet
Will nicht mehr sein
Alles was lebt
Wird leblos und klein!

Hoffnung und Licht
Verdunkelt durch Schmerz
Liebe und Freude
Erreicht nicht das Herz!

Wer kann mir helfen?
Wer hält mich aus?
Was hat Bestand
Wer holt mich raus?

Ein sanftes Lächeln
Ein milder Blick
Ein neuer Anfang
Gibt Hoffnung zurück!

Maler: NN
Text: Petra Weber


(29.04.2018 – Schleifen binden)

Andreas photography - besser knipsen Gwen Cupcake

Die Kraft zu finden,
aufzustehen,
am Abend endlich
schlafen gehen.

Den Mut zu haben,
sich zu zeigen,
wenn Blicke schrein
und Worte schweigen.

Mit Menschen reden,
fröhlich sein,
alles für den
schönen Schein.

Sich Kraft bewahren
durch die Nacht,
wenn jener Unhold
dich verlacht.

Die Kälte spüren
und verstehen:
sie wird erneut
vorübergehen.

Die Tränen fühlen,
trostlos sein,
der Schmerz der Welt,
ist alles mein.

Den Alltag schaffen,
tapfer scheinen
und hinter deinem
Türchen weinen.

Bedürftig sein und
Schwäche zeigen,
dich der Welt noch
zuzuneigen.

Das alles ist
und bleibt am Ende:
Wie Schleifen binden
ohne Hände.

Fotograf und Bildbearbeitung: Andreas photography
Text: Heidi Klenke, 17. 01. 2018
Model: Gwen Cupcake


(28.04.2018 – Depressionen)

Anna-Lena Staschewski

Wohin …

Wohin …hen wir, jeden Tag?
Warum gehen wir, wenn die Einsamkeit uns doch verschlingt?

Der Tag ist schwer und das Dunkle umgibt uns mit seiner ganzen Wärme.
So oft liegen wir im tiefen Dreck der immerwährenden Depression.

Die Kraft aufzustehen, die Kraft sie zu verlassen.
Doch leider ist sie die beste und einzige Freundin, die uns stets treu geblieben ist.

Die endlosen Nächte, die Déjà-vus die immer wieder auftauchen.

Das stete Ringen mit sich selbst, die Vernunft siegt doch immer.
Doch war es das wert? Warum diese Maskerade, wenn doch am Ende nichts zählt?

Die Stunden voller Angst und Verzweiflung.
So viele zahllose Zeit des Lebens erstickt in der ewigen Freundschaft der Depression.

So viele Freundschaften blieben auf dem Wege oder wurden beendet.
Doch die eine, die leider ewig währt, sie geht einfach nicht.

Der Frust in uns, die Angst zu versagen, einfach alles hinzuschmeißen.
Der innere Schrei, der so tief sitzt und nicht frei sein kann.

Wohin des Weges, frage ich dich?
Doch meine beste Freundin, sie kennt die Antwort nicht …

Fotograf: Anna-Lena Staschewski
https://www.facebook.com/annalena.staschewski
Bildbearbeitung: NN
Text: Christian Schneyder – 20.01.18
Model: Anna Lena Engel
https://www.facebook.com/profile.php?id=100005634919034


(27.04.2018 – Wenn Liebe gleich Hass ist.)
(TRIGGERWARNUNG: Suizidgedanken)

Konterfei Photography 2

Graue Tage, dunkel und nass trüben sie meine Sinne.
Rauben mir die Kraft und den Mut, selbst wenn die Sonne scheint.
Ziehen langsam Stück für Stück meine Energiereserven aus meiner Seele.

Ich bin des Lebens müde, sehe nichts mehr als Schwarz.
Fühle nichts mehr als tiefe Traurigkeit.
Spüre nichts mehr als grausamen Schmerz.

Das Licht, welches einst den Weg zeigte, ist erloschen.
Alles, was ich mir erarbeitet habe, zerrinnt in meinen Fingern.
Da ist kein Platz für ein gutes Gefühl, für ein echtes Lachen.

Ich möchte loslassen, einfach gehen.
Einschlafen und niemals wieder aufwachen.
Frei sein, leicht sein und nicht mehr existieren.

Doch sie stehen mir im Weg, all die Gesichter zu den Menschen, die mich lieben.
Ich kann ihnen das nicht antun. Ich kann es nicht ertragen, sie leiden zu sehen.
Denn ich liebe sie so sehr und so unumstößlich.

Und dafür hasse ich sie.

Ich hasse sie dafür, dass sie mich lieben.
Ich hasse sie dafür, dass sie sich um mich sorgen.
Ich hasse sie dafür, dass sie mich nicht loslassen.
Ich hasse sie dafür, dass ich sie liebe.
Ich hasse sie dafür, dass sie alles sind, was mich am Leben hält.

Und ich hasse mich dafür, dass ich sie liebe und hasse.
Könnte ich sie doch nur von mir wegstoßen.
Dann wäre ich frei, leicht und des Lebens immer noch müde.

Fotograf und Bildbearbeitung: Daniel Reischek / Konterfei Photography
https://500px.com/konterfei-photography
https://www.facebook.com/konterfei.photography/
Text: Anna
Model: Dana Brosch

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