Gedichte Neu

(05.01.2018 – Schmetterlinge)

Carolyn Heat 5

In meinem Kopf sind Schmetterlinge.
Bunt und schön und frei.
Ich weiß es, denn ich spüre sie.
Sie wollen raus und wollen fliegen
Und die Welt mit Leben füllen.
Doch im Moment beschütze ich sie
Mit einer Mauer, grau und hoch.
Die Welt, sie ist zu kalt und böse,
Zerstört so meine Phantasie.
Wie könnte alles bunt und schön sein,
Wenn jeder wär, voll friedlicher Gedanken,
Die wie bunte Schmetterlinge andere nur glücklich machen.
Wenn Respekt und Toleranz für jedermann natürlich wär’,
Ich glaub, dann gäbe es für keinen diese kalte Mauer mehr,
Die uns einsam, krank und traurig.
Durch das Leben treiben lässt.

Bild, Idee und Bearbeitung: Carolyn Heat
Original Bild von SilentHarmony Photography
https://www.facebook.com/carolyn.heat
Text: Anja Corinna Wegst


(04.01.2018 – Antriebsschwäche)

Kai Kujath

Wie eingemauert ist mein Tun,
mein Kopf hingegen kann nicht Ruhn,
ich kann nicht vor und nicht zurück,
ich würd’ es tun, so Stück für Stück,
doch ich kann es nicht!

Der Antrieb, hört nicht auf meinen Willen.
Zu gern würd’ ich den Hunger stillen,
nach Leben, Fühlen und auch Weinen,
zu Feiern ,mit Freunden und den Meinen.
Nach draußen gehen,
im Kino einen Film ansehen,
doch es gelingt mir nicht!

Was die Leute in ihrem Leben,
alles für Reden von sich geben.
Am Ende des Tunnel, sei ein Licht.
Was soll ich sagen, ich seh’s einfach nicht!
Doch entmutigt bin ich nicht!

Mitunter frag’ ich nach dem Sinn.
Ist das Leben ,noch ein Gewinn?
In die Ferne schweift mein Blick.
Kommt alles, wie es war zurück?
Doch ich weiß es nicht!

Antriebsschwäche ist nur eins der Leiden,
die eine Depression begleiten.
Ich will nicht mehr, ich hab’s so satt,
wäret ihr an meiner statt,
so würdet ihr es recht verstehen.
Doch ihr könnt es nicht!

Fotograf und Bildbearbeitung: Kai Kujath
https://m.facebook.com/kai.kujath
Text: Astrid Dino – 03.11.17


(03.01.2018 – Liebe)

ML - Photo 6

Ich wünsche mir ich könnt dir sagen
wie Depressionen wirklich sind.
Ich weiß schon, du hast viele Fragen
doch ich bin ratlos wie ein Kind.

Du kaufst dir Bücher, willst verstehen
wie Depressionen wirklich sind.
Doch alles das sind doch nur Worte
fürs Wesentliche bleibst du blind.

So bildet sich ein tiefer Graben
um mich entsteht schnell eine Wand
und alles das lässt sich nicht fassen
mit Logik nicht, nicht mit Verstand.

Ich liebe dich für deine Mühen
für den Versuch es zu verstehn
doch du hast leider aufgegeben
und so musste ich letztlich gehn.

Fotograf und Bildbearbeitung: ML – Photo
https://www.facebook.com/ml.photo.nrp/
Text: Felix Sturm


(02.01.2018 – Das Licht)

Denise Wörner

Langsam erlöscht das Licht.
Man kann es sehen, spüren.
Es kommt eine Gewitterfront, die nie vergehen wird.
Im Leben geht die Zeit nur noch schwer und langsam vorbei.
Jeden Tag erneut ist eine Qual.
Die Front wird jeden Tag dunkler und größer.
Es wird immer kälter und düsterer.
Man strebt nach der Sehnsucht.
Sehnsucht nach dem Licht.
Lohnt es sich noch zu streben?

Fotograf und Bildbearbeitung: Denise Wörner
Text: Denise Wörner


(30.12.2017 – Kokon)

Ines Fuchs

Manchmal habe ich solche Tage,
an denen ich mich nur vor der Welt verstecken möchte.
Zum Glück weiß ich inzwischen, dass ich mir die Ruhe
und möglichst schöne Momente in dieser Phase gönne.
Daraus schöpfe ich allmählich wieder die Kraft,
um nach einiger Zeit (Stunden, Tagen …)
auch die Außenwelt wieder bestreiten und genießen zu können.

Alles im Leben fließt, nichts ist konstant.
Daraus schöpfe ich Hoffnung.

Fotograf und Bildbearbeitung: Ines Fuchs
Text: Martina Marten
Model: Martina Marten
https://www.facebook.com/profile.php?id=100010345144907


(29.12.2017 – Niemals aufgeben)

ML - Photo 5

Große Schwere lähmt die Zeit.
Große Stille erzählt von der Einsamkeit.
Große Dunkelheit verschluckt alles Leben.
Doch ich weiß bestimmt, ich hab nie aufgegeben.

Große Trauer erdrückt meine Träume.
Große Enttäuschung, weil ich so viel versäume.
Große Verzweiflung zieht sich durch mein Leben.
Doch ich weiß bestimmt, ich hab nie aufgegeben.

Große Hoffnung rettet mich durch die Jahre.
Große Entschlossenheit verhindert, dass ich mir schade.
Große Liebe holt mich zurück ins Leben.
Und ich weiß bestimmt, ich hab nie aufgegeben.

Bitte gib niemals auf.

Fotograf und Bildbearbeitung: ML – Photo
https://www.facebook.com/ml.photo.nrp/
Text: Felix Sturm


(28.12.2017 – Das Leben lieben)

ML - Photo 4

Du kommst aus einer anderen Welt
hast dich versteckt, verleugnet und verstellt.
Du hast jahrzehntelang gekämpft
und alles was du liebst verloren.
Warst einsam, leer und wie niemals geboren.

Doch du hast niemals aufgegeben
hast dich zurückgekämpft in ein ganz neues Leben.
Ganz langsam, leise fing es an – und dann
fängst du an zu gestalten und zu träumen.
Du willst nicht noch mehr Lebenszeit versäumen.

Dein langer Kampf hat sich gelohnt,
nach langer Zeit wirst du belohnt,
bitte glaub jeden Tag daran,
dass man das Leben lieben kann.

Fotograf und Bildbearbeitung: ML – Photo
https://www.facebook.com/ml.photo.nrp/
Text: Felix Sturm
Model: Raven
https://www.facebook.com/ravendarkdream/


(26.12.2017 – Lass los)

Christina Schneider 2

Du bist längst nicht mehr in meinem Leben.
Ich kann mir vorstellen Du denkst auch nicht mehr an mich.
Warum ist das noch nicht angekommen in meinem Herz und Verstand?

Du hast längst wieder eine Andere,
ich kann mir vorstellen, wie es ist mit ihr.
Warum fällt es mir so schwer, Dich ganz loszulassen?

Du hast führst längst wieder ein neues Leben.
Ich kann mir vorstellen, wie Du es führst.
Warum tut es so weh, wenn ich daran denke,
das Du mit einer anderen, dass Leben lebst,
das ich mir mit Dir so gewünscht habe.

Du bist immer noch in meinem Kopf,
das Gefühl Dich immer noch zu lieben, eine Illusion.
Ich weiß das ich diesen Strick, der mich noch mit Dir verbindet,
man nennt ihn Abhängigkeit, zerschneiden muss.
Ich freue mich auf das Gefühl, wieder innerlich frei zu sein.

Maler: Christina Schneider
Text: Toxische Liebe
https://www.facebook.com/Toxische-Liebe-345071589246634/


(22.12.2017 – Du schleichst dich an)

Christina Schneider 1

Du schleichst dich wieder an.
Ich spüre es.
Du verdunkelst meine Gedanken,
meine Sicht auf mein Leben.
Nach und nach.
Du nimmst meinen Muskeln die Kraft,
raubst meinem Körper Energie.
Jeden Tag ein wenig mehr.
Alles, was ich mir hart erarbeitet habe, stellst du infrage.
Setzt mir wieder die Frage nach dem Sinn in den Kopf.
Ich will dich nicht da haben.
Mein Leben ist gut, so wie es ist.
„Oder doch nicht?“ Das ist deine Stimme in meinem Kopf.
Geh raus da! Lass mich in Ruhe! Halt die Klappe!
Ich will mich nicht von dir geschlagen geben, will nicht,
dass du mir wieder alles zerstörst.
Ich habe zu hart um mein Leben gekämpft,
als dass ich mir jetzt alles wegnehmen lassen würde.
Ich kann dich aushalten, eine ganze Zeit lang.
Und ich kann mir helfen lassen, um gegen dich zu gewinnen.
Und diesmal werde ich das tun, und zwar früh genug.
Bevor du Schaden anrichten kannst.

Maler: Christina Schneider
Text: Britta Hohmann


(21.12.2017 – Wolken)

Anita Paukner 6

Ich folge dem Weißen Kaninchen,
das mich bis zu den Wolken führt.
Es zeigt mir eine heile Welt,
die meinem Leben nicht gebührt.

Geheilt scheint meine tote Seele,
der schwarze Schleier ist verbannt.
So ungewohnt die Lebensfreude,
hab dies’ Gefühl fast nicht erkannt.

Ich fühl’ mich wohl bei and’ren Menschen
und kann mit ihnen reden, lachen.
So fühlt’s sich wohl zu “Leben” an,
will nie aus dieser Welt erwachen.

Doch plötzlich wirft mich das Kaninchen
nun doch aus dieser heilen Welt.
Die Finsternis, sie hat mich wieder;
und meine Seele, sie zerfällt.

Fotograf und Bildbearbeitung: Anita Paukner
Text: Keiji-Chan – 10.10.2017
https://www.facebook.com/KeijiChanETS/

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