Gedichte Neu

(13.04.2018 – Abschiedsbrief an die Liebe)

SilentHarmony Photography 12

Werde dich gehen lassen
Stoß dich aus meinem Herzen

Werde dich vergessen
Auch wenn es mich sehr schmerzt

Werde mich von dir abwenden
In meinem Schneckenhaus verstecken

Werde dich nicht hassen
Da ich dich immer noch liebe

Werde dich vermissen
Habe Sehnsucht nach dir

Werde versuchen dich aus meinem Herzen zu vertreiben
Ob es gelingt ich werde es bezweifeln

Lebe wohl du meine Liebe
In meinem Herzen wirst du aber dennoch bleiben

Fotograf und Bildbearbeitung: SilentHarmony Photography
https://www.facebook.com/SilentHarmonyPhotography/
Text: Susanne Dziura – 15.06.04


(12.04.2018 – leinenwand)

Martina Kilian 6

pinselstrich
der vergänglichkeit
nun liegst du da
in schattenrissen
es wird schon wieder

lügen –
diese kunst
verstehe ich
nicht

der tod
zeichnet
gesichter

Maler: Martina Kilian
Text: Birute Rosemann


(11.04.2018 – Irrational)

Dirk Ludwig Fotografie 8

Sie seh’n ihn wirklich wieder lachen,
nach all den Tränen endlich mal.
Das Leben scheint ihm Spaß zu machen.
Ein Blinzeln später wieder Leere,
für sie ist er irrational.

Ihm fehlt die Kraft, sich aufzuraffen,
ihn so zu seh’n ist eine Qual.
So helfen sie, etwas zu schaffen.
Er stößt sie von sich, fühlt sich nutzlos
und weiß, das ist irrational.

Er fühlt sich einsam und alleine,
ist selten noch emotional.
Vertrau’n und Hoffnung hat er keine.
Er kann und will mit Keinem reden,
zu Leben scheint irrational.

Fotograf und Bildbearbeitung: Dirk Ludwig Fotografie
https://www.facebook.com/dirk.ludwig.fotografie/
http://dirk-ludwig.de/
Text: Keiji-Chan – 12.01.2018
https://www.facebook.com/KeijiChanETS/


(10.04.2018 – Stimmen im Kopf)

Sarah Fossel 1

Immer wieder höre ich sie,
diese grässlichen Stimmen in meinem Kopf.
Du kannst sie nicht hören,
was auch gut ist, denn ich gönne sie keinem.

Sie flüstern mir ständig zu,
wie nutzlos ich sei und ja eh nichts schaffe.
Dass mich keiner braucht,
weil ich nichts verstehe und zu langsam bin.
Dass ich Liebe nicht verdiene,
da keiner mich so lieben könnte, wie ich bin.
Dass ich Freude nicht brauche,
weil die Traurigkeit zu oft mein Begleiter ist.
Dass ich Mut nicht benötige,
denn zum Verkriechen, ist er total unwichtig.
Dass der Tag so unnötig sei,
weil es nur große Ängste in mir wecken wird.

Doch irgendwann reicht es mir,
will diese fiesen Stimmen nicht mehr hören.
Sollen im Kopf verstummen,
nicht immer wieder diesen Quatsch erzählen.
Eigentlich weiß ich genau,
dass es nicht stimmt und ich nicht wertlos bin.
Kann selten gegen ankämpfen,
zu rah die Momente, in denen Stille im Kopf ist.
Und wenn sie wiederkehren,
schreie ich alles vor lauter Verzweiflung hinaus.

Illustration: Sarah Fossel
Text: Nadine Wagner


(08.04.2018 – Die Straße ins Nirgendwo)

Überblick Fotografie 1

Unterwegs auf einsamen Straßen,
von den Menschen völlig verlassen.
Wo sind sie denn nun nur alle hin,
waren sie schon fort, als ich losging?
Bogen sie rechts ab ins nirgendwo
oder sind sie geradeaus irgendwo?

Zweifel machen sich zunehmend breit,
bin ich für den Weg geradeaus bereit?
Das Nirgendwo verliert sich im Nichts,
bin ich darauf doch so gar nicht erpicht.
Geradeaus wird es dann etwas heller,
nehme diese Straße und gehe schneller.

Das dunkle Nirgendwo ist nicht das meine,
bevorzuge ich dann doch das klare reine.
Möchte nicht versinken in der Dunkelheit,
wo sich Angst und Traurigkeit in mir vereint.
Möchte die Dunkelheit nicht weiter nähren,
mir das Leben nicht noch selbst verwehren.

Ich packe mir also meinen Mut zusammen,
wissentlich, woher meine Ängste stammen.
Meine Straße wird geradeaus weitergehen,
denn das Licht des Lebens will ich sehen.
Lasse die Straße also rechts von mir liegen,
damit ich sehe, wie Vögel im hellen fliegen.

Fotograf und Bildbearbeitung: Überblick Fotografie
https://www.facebook.com/ueberblick.fotografie/
Text: Nadine Wagner


(07.04.2018 – Winterdepression)

ML - Photo 12

Der Sommer schon längst vorbei,
Sonnenblumen, die verblüht sind.
Der Winter in seinen letzten Zügen
und dunkler ist das Tageslicht.
Auch ich lasse den Kopf hängen,
zieht mich in dieser Zeit mit hinab.
Dunkelheit, die über mich herzieht
und sich auf mein Gemüt niederlegt.
Lustlos, schwermütig und traurig
schaue ich aus dem Fenster.
Trostlos sehe ich in dieses triste grau
und sehne mir den Sommer herbei.

Doch nun hat sich das Blatt gewendet
und der Frühling ist seit März endlich da.
Die Sonnenstrahlen zeigen sich wieder
und es erwärmt mein Herz und die Seele.
Es wird nun zunehmend immer bunter
und Blumen fangen wieder an zu blühen.
Tage, an denen ich die Sonne sehe
und mich ihre Strahlen sanft berühren.
Mein Gemüt bekommt wieder Aufwind
und meine Seele lebt immer mehr auf.

Nun dauert es nicht mehr all zu lang
und der Sommer kehrt wieder zurück.
Sonnenblumen wachsen wieder hinauf
und strecken wieder die Köpfe empor.
Auch ich blicke zum Himmel hinauf,
merke wie gut mir diese Jahreszeiten tun.
Im Takt der tanzenden Sonnenblume
spüre ich den warmen Wind auf mir.
Lächelnd genieße ich nun die Sonne
und erfreue mich an den bunten Farben.
Nun ist sie endlich fort für 3 Jahreszeiten,
verlassen hat mich die Winterdepression.

Fotograf: ML – Photo
https://www.facebook.com/ml.photo.nrp/
Bildbearbeitung: ML – Photo
Text: Nadine Wagner


(05.04.2018 – Bis zur Unendlichkeit und mehr)

ML - Photo 11

Lass die Gedanken fliegen, weit weg,
denn am Horizont ist noch lange nicht Schluss.
Die Welt, die dahinter lieg, liegt dir zu Füßen.
Greif nach dem Leben, das dich dort erwartet.
Die Unendlichkeit des Seins.
Der Platz, an dem dich deine Träume bringen.
Wo du frei bist und unbeschwert.
Lass die Schatten liegen, weit hinter dir.
Das Licht wird dir deinen Weg zeigen.
Es ist der Anfang, der Beginn von deinem neuen Bewusstsein.
Sei mutig und lass dich drauf ein,
denn du siehst das Licht am Horizont,
wie es leuchtet, wie es dir deinen Weg zeigt.
Welch wunderbares Gefühl, diese Freiheit, diese Weite,
frei, bis zur Unendlichkeit und mehr.


(04.04.2018 – Hoffnung)

Wilhelmine Hopfeder

Zielführung, Ziellosigkeit, Weglosigkeit.
Der Weg in die Unendlichkeit.
Bring mich heim,
sanftes Rauschen fängt mich auf.
Schäumend umspült das Meer meine Seele, es heilt.
Immer wieder neu, immer wieder anders.
Den Blick nach vorn gelenkt, frisch und neu.
Schätze freigebend.
Hoffnung

Fotograf: Wilhelmine Hopfeder
Text: Wilhelmine Hopfeder


(03.04.2018 – Gefangen)

Bildgeschichten.

Meine Gedanken kreisen und fesseln mich ans Bett.
Arzttermine werden aufgeschoben,
da die Kraft fehlt hinzugehen.
Scham entsteht, denn man war so lange nicht da.
Hat Angst vor Ablehnung und Wut.
Termine, die im Alltag helfen sollen,
leiden ebenfalls darunter.
Ich gehe nach draußen, die Reize überfluten mich.
Lang ist es her, dass ich draußen war.
Fühle mich beobachtet und wahnsinnig unwohl.
Flüchte mich in die Wohnung zurück, zurück in mein Bett.
Die tägliche Angst verursacht dauerhafte Schmerzen,
die mich zwingen im Bett zu bleiben.
Ach wäre es nur so einfach,
ohne diese Ängste und Scham zu leben.

(01.04.2018 – Gedankengänge)

Überblick Fotografie

Wie Äste, sich Gedanken strecken,
wollen Trübsal in dir wecken.
Schwarz und duster kommt’s dir an,
lässt nichts Gutes an dich ran.

Das vernebelt deinen Blick,
siehst nur noch dein Missgeschick.
Runter ziehn dich die Gedanken,
weisen dich in ihre Schranken.

Wenn du wagst den Blick zu heben,
schaust du in des Lichtes Segen.
Grau in grau sind Wolken nicht,
denn sie weisen dich zum Licht.

Damit sie nicht spielen Katz und Maus,
mit dir, lass die Gedanken raus.
Es liegt an der Dinge Sicht,
ob sie schwarz sind oder Licht.

Fotograf und Bildbearbeitung: Überblick Fotografie
https://www.facebook.com/ueberblick.fotografie/
Text: Folkmar Drechsel

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