Gedichte Neu

(19.10.2017 – Alles gut?)

Jana Jungclaus Photography Modelpage- Tatjana B.

Mir geht’s gut
Ich seh gut aus
Ich kann, was ich will
Ich bin jemand
Bin liebenswert
Beliebt
Beneidet
Ich hab Freude
Viele Freunde
Hab Spaß am Leben
Reise herum
Ich kenn meine Grenzen
Ich kann nein sagen
Nur nicht zu anderen
Aber zu mir
Ich hasse Menschen, die lügen …
Wen wundert es dann, dass ich mich hasse …
Mit all meinen Masken,
all meinem Lachen …

Fotograf und Bildbearbeitung: Jana Jungclaus Photography
https://www.facebook.com/janajungclausphotography/
Text: Anja Corinna Wegst
https://www.facebook.com/tagebuchdervergangenheitwenndasge…/
Model: Modelpage- Tatjana B.
https://www.facebook.com/tatjanabaunmodelpage/


(18.10.2017 – Lausche)

Marita Czemper 2

Ich liege auf einer Decke im Garten
Ich bin müde
Ärger, Sorgen, Ängste
Hier kann ich mal loslassen, entspannen
Schließe meine Augen,
träume mal nicht von schlimmen Dingen
Denke mal nicht immer im Kreis,
nur positive Gedanken
Vögel zetern und zwitschern
Die Sonne kitzelt mich
Der Wind tanzt mit den Wolken Ballett,
er ist ein großer Maler!
Insekten brummen und kitzeln
Alles ist mal unbedeutend und nichtig
Es fällt mir immer schwer loszulassen
bin immer auf über 100 % Spannung
hier mal einfach lauschen
nur einfach
nur einfach lauschen
lauschen
lauschen
lauschen
Nicht denken an die Depression

Fotograf und Bildbearbeitung: Marita Czempe
Text: Holger Buß


(15.10.2017 – Das Meer)

Helmut Cillessen

Rauschend laut das Meer und doch so sanft,
bricht es seine hohen Wellen voller Kraft.
Diese Stärke möcht auch ich einst verspüren,
soll meine Seele tief in mir drin berühren.
Wie das Wasser möcht ich tanzen und singen,
und vor lauter Freude in die Höhe springen.
Möchte das Glück spüren und auch erleben,
wann fängt das Herz, nur endlich an zu beben?
Verlange doch nicht wirklich viel vom Leben,
außer meine Sorgen für eine Zeit auszuhebeln.
Einfach glücklich sein und Momente genießen
und Frieden mit der Vergangenheit zu schließen.

Fotograf und Bildbearbeitung: Helmut Cillessen
https://www.facebook.com/helmut.cillessen.9
Text: Nadine Wagner


(14.10.2017 – Das graue Loch)

Marita Czemper

Es gibt Tage da versagt der Kopf seinen Dienst.
Ich bin so müde, von der Welt da draußen.
Ich bin so müde, von den Menschen da draußen.
Sie handeln so oft aus Neid und Selbstsucht.
Ich bin so müde von der Alltäglichkeit.
Ich bin so müde vom Kampf gegen die Krankheit.
Jeden Tag, kleine Schritte, immer wieder, doch sie bleibt,
sie ist stärker als ich.
Kein Vogel singt mehr sein Lied.
Der Wind raschelt nicht im Laub.
Die Sonne scheint, doch ich sehe ihr Licht nicht.
Es ist heller Tag, doch alles bleibt grau.
Ich sitze herum und weiß nicht warum.
Mein Kopf er schwirrt und surrt, die Nerven sind gespannt,
wie überzogene Gitarrensaiten.
Die Gedanken verlieren sich in der Vergangenheit und im Nichts.
Nichts von der Außenwelt kann zu mir dringen.
Alles ist ein großes graues Nichts.
Ich kann einfach gar nichts. Nicht aufstehen, nicht essen,
nicht kämmen, nicht lachen, nicht weinen, nicht ärgern.
Ich kann nur Nichts. Ich kann nicht reden.
Jedes Wort ist schwer, der Mund will einfach nicht.
Ich gehe nicht zu meinen Terminen, die Angst ist zu groß
auf dem Weg dahin was Dummes zu tun.
Mein Kopf versagt den Dienst, bin eine Gefahr für mich selbst.
Mein Kopf will nicht denken.
Was am Tage passiert ist am Abend schon vergessen.
Ich schau auf Facebook nach guten Nachrichten und schönen Fotos.
Einfach so und planlos.
Meine Facebook Freunde senden liebe Grüße,
doch nichts davon kommt bei mir an.
Ich sehe die Fotos, ich lese die Worte, ich versuche mich zu freuen,
es bleibt … ein Nichts.
Ich schaue nach den wundervollen Fotos in der Dänemarkgruppe.
Ich sehe sie an, ich lese die Kommis, ich versuche es aufzunehmen,
es bleibt … ein Nichts.
Ich bin mit mir allein und fühle die Stille in mir, alles, was ich will.
Ich fühle die große Leere in mir, kann sie nicht abschütteln.
Was bin ich für ein Mensch, der nicht fühlen kann,
nur gleichgültig in der Welt rumsitzt.
Was bin ich für ein Mensch, der nicht mal auf sich selber achten kann,
im Schlafanzug den Tag verbringt.
Was bin ich für ein Mensch, der umsorgt und geliebt wird,
nichts zurückgeben kann.
Was bin ich für ein Mensch, der nicht sehen und hören kann,
wie schön die Welt ist.
Doch eins weiß ich immer noch ganz bestimmt.
Ich will leben. Ich will mein Leben zurück.

Fotograf und Bildbearbeitung: Marita Czemper
Text: Heike Pfennig


(12.10.2017 – Meine nicht schöne Wirklichkeit )

RAWfeelings Photography by Alex Apprich Model Anna

Durch viele Gründe fing ich an, in meine Welt zu tauchen,
denn die Wirklichkeit war nicht mehr für mich zu gebrauchen.

Eines Tages brach die Welt für mich zusammen,
ich war nicht mehr ich, sollte und musste neu anfangen.
Doch leider war dieser Neuanfang, in Wirklichkeit mein Untergang.

Habe gelernt, Schmerzen und Gefühle zu verkennen,
damit die Menschen mein wahres Ich und Außen nicht erkennen.

Meine starke Maske war perfekt, war stark, mutig und ein lustiges Wesen,
hatte gelernt, mich anderen nicht preiszugeben.

Konnte mich gut selbst vor mir selber verstecken,
musste mich ja nicht angucken, denn ich hasse mich bis zum Verrecken.

Meine Mauer wurde größer und dicker, habe niemand an mich ran gelassen,
denn sie würden, wie ich mich selber, bestimmt auch nur hassen.

Ich hörte nur, was ich hören wollte, sah mit meinen Augen nur das schöne Gefolge.
War lustig, mutig und auch stark, so wie man es von einem halt mag.

Doch die Einsamkeit fing langsam an mich zu fressen, kann nichts dagegen tun,
es tut sehr weh und will am liebsten alles vergessen.

Meine mühselig aufgebaute Mauer, mein Schutz, meine Welt, alles,
was ich für mich noch hatte und auch kannte, war auf einmal nicht mehr da
und ich stand hilflos wie ein kleines Kind vor der echten Wirklichkeit da,
das schreiend nach seinen Eltern sah.

Nun steht sie vor mir, die echte Wirklichkeit,
sie macht mir Angst, denn das macht sie aus Gehässigkeit.

Sie sagt zu mir: „Du bist selber daran schuld, hättest du nur von Anfang an mich geglaubt.
Ich wollte dir immer reinen Wein einschenken,
doch du wolltest dich immer wieder von dir selber ablenken.
Nun sieh zu, wie du dich noch retten kannst, die Wirklichkeit ist immer da,
du wirst sie nicht ändern können, also komm damit klar!“

Die Wirklichkeit ist in Wahrheit für mich ein gemeiner Gebieter,
sie tritt auf mich ein, wie ein Lebenstöter.
Und wer nicht stark ist seine böse Wirklichkeit zu besiegen,
wird immer leiser, bis man von sich nichts mehr hört, bis zum Erliegen.

Fotograf und Bildbearbeitung: RAWfeelings Photography by Alex Apprich
https://www.facebook.com/RawFeelingsPhotography/
Text: Andrea Eckert
Model: Anna


(08.10.2017 – Mein neues Leben)

Bernd Schomer 3

Mein neues Leben hat begonnen.
Will es haben, werd es leben.
Neue Freiheiten gewonnen.
Möge Gott mir Frieden geben.

Meine Seele muss vergessen,
was sie einst so sehr zerstört.
Freiheit hat sie nie besessen,
weil keiner ihre Schreie hört.

Doch die Zeit ist nun gekommen,
endlich zu hören, was sie schreit.
Hat viele Jahre mir genommen,
der Weg vor mir, der ist noch weit.

Werde endlich aufarbeiten,
was so lange war verborgen.
Werde auf neuen Wegen schreiten,
bin noch lange nicht verloren.

Ich will doch leben, glücklich sein.
Will lieben, weinen, lachen.
Ich werd es schaffen ganz allein,
werd keinem Sorgen machen.

Ich weiß noch nicht, was morgen ist,
wie ändert sich mein Leben.
Wenn du an meiner Seite bist,
wird Gott mir Frieden geben.

Fotograf und Bildbearbeitung: Bernd Schomer
https://www.facebook.com/profile.php?id=100014576643244
Text: Christine M. Praml


(07.10.2017 – Komm)

Charmed Wall Fotografie Model Jennifer Becker

Komm lass uns reden,
über das Leben.
Brauchen dafür Mut,
dass wär echt gut.
Da gibt es Themen,
wo sich viele schämen.
Doch es ist wichtig,
und so richtig,
darüber zu sprechen,
und ein Tabu zu brechen.
Wir wollen uns nicht schonen,
wir haben Depressionen.
Wir sind schlau und nicht faul.
Wir sind perfekt und das zu sehr,
und deshalb können wir einfach nur nicht mehr.

Fotograf und Bildbearbeitung: Charmed Wall Fotografie
https://www.facebook.com/CharmedWall/
Text: Vanessa Rode
Model: Jennifer Becker


(06.10.2017 – Die Depression)

Andreas photography - besser knipsen Model Jennifer Becker

Mein Leben prägte Unzufriedenheit.
Wo war nur diese Leichtigkeit?
So wie ich sie als Kind gekannt,
die Freude war in mir verbrannt.
Nach Veränderung hab ich mich gesehnt,
da war die Angst die mich gelähmt.

Was hab ich mir nur angetan?
Mein Leben bestand aus einem Plan.
Die Opferrolle war so bequem,
doch ich sah fast all meine Freunde gehn!
Sie konnten mich nicht mehr ertragen,
war ich doch nur noch am klagen.

Sollte so das Leben sein?
Ohne Wärme und Sonnenschein?
Ohne das, dass Feuer in mir brennt?
Welches man die Lebensenergie und Freude nennt.
Ohne die Liebe in meinem Herzen?
Die mich wärmte wie wunderschöne, zarte Kerzen.
Ohne meinen Lebensmut?
Der in mir brannte wie die Glut.

Die Dunkelheit traf mich mit einem Schlag,
da war nicht´s mehr, was mir Hoffnung gab.
Zuversicht war mir genommen,
Hoffnung konnte nicht mehr kommen.
Gefühle gab es gar nicht mehr,
alles in mir war nur noch leer.

Ich habe mich verloren und nicht mehr gefunden,
mein ICH war einfach so verschwunden.
In diesen doch so schlimmen Tagen
fühlte ich mich lebendig begraben.
Die Monate zogen ins Land,
es gab nicht´s mehr, was mich mit der Erde verband.
Die Hölle, ich hab sie gesehn,
hatte kaum noch Kraft hindurch zugehn.

Doch plötzlich, es war ein Wunder,
erschien die Welt mir wieder bunter.
Das Feuer, es kam über Nacht,
hat mir die Energie und Kraft gebracht.
Außerdem brachte mir das Licht,
Liebe, Freude, Glaube, Hoffnung und Zuversicht!
Ich spürte die Wärme in meinem Herzen,
sie waren wieder da, die wunderschönen, zarten Kerzen.
Jetzt ist alles wieder gut,
ich hab zurück meinen Lebensmut!

Ohne diese Dunkelheit,
ohne dieses große Leid,
könnt ich jetzt das Licht nicht sehn,
dafür muss es erst mal gehn!
Aus Dunkelheit kann Licht entstehn,
ach, was ist das Leben schön!

Fotograf und Bildbearbeitung: Andreas photography – besser knipsen
Text: Sabine Schaub
Model: Jennifer Becker


(05.10.2017 – Herz und Kopf)

Mandy K. Fotografie 1

,,Mach dir nicht immer so viele Gedanken“
sagt das Herz.
,,Wie denn, wenn du die Gefühle nie richtig unter Kontrolle hast?“
schreit der Kopf.
,,Aber ich kann nicht anders, sondern einfach nur fühlen“
antwortet das Herz.
,,Ja, aber ich muss die ganzen Erinnerungen speichern
und da sind viele dabei, die uns beiden wehtun“
sagt der Kopf.
,,Ich weiß“
sagt das Herz.
,,Aber sie sind es, die uns ausmachen.
Aus denen wir lernen und die schönen, an die wir uns gerne zurückerinnern werden.
Lass uns versuchen nicht jeder allein, sondern gemeinsam zu arbeiten.“

Fotograf und Bildbearbeitung: Mandy Krüger bei Mandy K. Fotografie
https://www.facebook.com/mandy.kruger.351
Text: Jette von Stürmer


(03.10.2017 – Manchmal)

Jonny O. Photography

Manchmal möchte ich einfach nicht mehr „da“ sein …
Manchmal möchte ich einfach nur noch schrei’n …
Manchmal ist alles so schwer …
und manchmal will ich einfach nicht mehr …

Fotograf und Bildbearbeitung: Jonny O. Photography
https://www.facebook.com/jonnyophotography/
Text: NN
Model: Jennifer Becker

 

Gedichte Februar – März 2017

Gedichte Archiv: Februar 2016 – Januar 2017

 

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