Gedichte Neu

(02.10.2018 – Der Zug des Lebens)

Immerzu fahren wir weiter, manchmal vorwärts,
manchmal rückwärts.
Aber ständig in die Zukunft, nur mit den Gedanken
auch in die Vergangenheit.

Machen uns Gedanken um Beides und vergessen machmal
das Hier und Jetzt.
Es zu genießen, mit und in all seiner Schönheit.

Verweilen zu oft im Gestern und sind oftmals blind,
was alles vor uns liegt.
Das Leben mit all seinen Facetten, so bunt wie ein Regenbogen.

All diese Erfahrungen, Träume und Wünsche, tief in uns, begleiten uns auf dieser Reise.
Mit dem Zug des Lebens.

Fotograf: IN-Zoom AW
https://facebook.com/inzoomaw
Text: Feli Dae


(03.10.2018 – Lache Bajazzo)

Dirk Ludwig Fotografie 114

Irgendwann, ja irgendwann
Versiegen alle Tränen
Kein Weinen und kein Schluchzen mehr
Kein noch so großes Sehnen.

Verloren in der tiefen Schlucht
Zu Eis geworden in der Zeit
Gefühle, Träume, Wünsche
Nach Liebe und Geborgenheit.

Und Schweigen legt sich in die Luft
So leicht ganz ohne Leid und Schmerz
Wie Nebelschwaden zäh und kalt
Durchdringen tief den Leib, das Herz.

Oh freudig, freudig, Grölen schallt
Lache Bajazzo, schreit die Seele
Dreh weiter Dich im Höllentanz
Spürst Du, wie ich Dich quäle…

Irgendwann, ja irgendwann
Schrei erstickt, die Träne versiegt
Resignation schmeißt fahles Licht
Der Schatten steht, der Körper liegt.

Fotograf: Dirk Ludwig Fotografie
https://www.facebook.com/dirk.ludwig.fotografie/
www.dirk-ludwig.de
Text: Sabine Funk


(04.10.2018 – Das Spiegelbild deiner Selbst)

Somnia_aucupes Fotografien 4

Wie oft oh Mensch blickst du in dein Spiegelbild,
frage ich mich mit einem zerrissenen inneren Schild.
Umgeben von Schutt und zerbrochenen Scherben
bist du innerlich am sterben.

Halt ihn vors Gesicht den Spiegel, schau hinein,
siehst du denn nicht oder willst du gar nicht sehen?
Die Wahrheit, dein Gesicht zeigt dir die gnadenlose Klarheit.

Alles könntest du ertragen im Spiegelbild deiner selbst!
Arroganz, Respekt, steife Kragen, auch das Rückgrat
was dir manchmal fehlt.
Schau nur weiter, tiefer in dich hinein, siehst du es noch immer nicht.
Wie ein eingerollter Igel, fehlt deinem Gesicht das Sonnenlicht.

Du verkauftest deine Seele für ein Leben mit Schmerz,
Depression und Trauer, ein innerer Regenschauer.
Wie eine Makrele lebst du jetzt mit dem kalten Herz,
ausgeschaltet deine Sinne,
Liebe ist ein fremdes Wort, versuche es und dann lebe,
sonst läuft auch dir die Zeit noch fort.

Ganz zum Schluss lass mich dir raten,
verpasse nie mehr deine Zeit.
Geh auf Menschen zu die dich beraten,
lass sie zu, die Wirklichkeit.

Dreh dich rund um die Welt, nicht umgekehrt.
Eines Tages wirst du sehen,
dein Spiegelbild ist nicht verkehrt,
denn du hast dich im Leben genug bewährt.

Fotograf: Somnia Aucupes Fotografien
https://www.facebook.com/AnkesFotografien/
Text: Jessica Jenifer Scholz


(05.10.2018 – Gedanken)

IN-Zoom AW 7

Manchmal lenkt uns ein Gedanke
wie eine Gewitterwolke
in einer lauen Sommernacht
Er fühlt sich an wie
eine Sommerdepression
wie Wassertropfen in der Zuckerdose
die sich festsetzen und
Klumpen bilden
Gedankenklumpen
Und dem Gedanken folgt ein Gefühl
ängstlich – traurig – ohnmächtig
wie ein Ring um deine Brust oder
wie ein Kloß in deinem Hals oder
wie tausend Nadeln in deinem Bauch
Und du schaffst es nicht
die Wolke wegzuschieben
musst sie anschauen und
ziehen lassen
in ihrer Zeit
um das Licht dahinter wieder zu erblicken
das Licht mit dem Namen Hoffnung.

Fotograf: IN-Zoom AW
https://facebook.com/inzoomaw
Text: Ariana Nero


(06.10.2018 – Die unsichtbaren Engel)

Reiner Ott 1

Sie mussten von uns gehen und ganz leicht wehen sie wie eine Feder im Wind.
Es ist alles so schwer geworden, Kinder morden, Menschen sind zu psychischen Bestien geworden,
sie haben leider lange vergessen, was innerer Frieden und im Einklang mit sich selbst sein heißt.

Ihr wisst, wenn die Mehrheit so weiter macht, lacht bald keiner mehr und die Welt ist dunkel und leer.
Sie hatten keine Kraft mehr sich zu wehren, sie wollten uns etwas lehren, etwas zu verändern, in all den Ländern, auf dieser Erde.

Es werden leider noch mehr Menschen gehen, und wie eine Feder im Wind wehen.
Wir können ihre Botschaft zwar nicht mehr sehen aber trotzdem verstehen denn sie mussten zu den unsichtbaren Engeln gehen.

Fotograf: Reiner Ott
Text: Jessica Jenifer Scholz


(07.10.2018 – Segel)

IN-Zoom AW 8

Wieso ständig die Segeln setzen
Wieso immer so weit hinaus
Wieso nicht mal den Anker werfen
Und bleiben im gemütlichen Haus

Es muss nicht immer das Neue,
Nach dem wir täglich suchen, sein
Sondern das pflegen das wir haben
Freunde – Denn wir sind nicht allein

Sorgen und Ängste haben wir immer
Komm! Wir lachen ihnen ins Gesicht
Genießen den schönen Sonnenuntergang
Und freuen uns auf’s morgige Sonnenlicht

Fotograf: IN-Zoom AW
https://facebook.com/inzoomaw
Text:Andreas Wolf


(08.10.2018 – Gefallener Engel)

SilentHarmony Photography 25

Deine Gefühle trösten mich
doch habe ich, meinen Kopf, in dunklen Wolken.
Ein Schatten liegt auf meiner Seele,
es reißt die Überreste meines Herzens raus.
Es tut nicht mehr weh,
nur im Traum, spüre ich noch die Phantomschmerzen!
Mein Körper möchte sich wehren,
doch habe ich keine Kraft.
Ich gebe auf!
Sollen sie holen die Überreste, meines Selbst.
Ich möchte Frieden spüren, den Regenbogen sehen,
und wieder lachen können!
Ich will davon fliegen,
Doch es gelingt mir nicht, der schwarze Schatten drückt mir die Luft weg.

(09.10.2018 – Gefallener Engel)

MichaelSchmillPhotography 1

Du versuchst Dein Leben irgendwie zu meistern, bis ans Ende Deiner Tage
Doch langsam glaubst Du, Dein ganzes Leben, ist nur eine beschissene Sage
Dein Lebensgefühl sackt immer weiter in die unergründlichen Tiefen hinab
Hast Dein Leben bis zum heutigen Tage eigentlich immer nur fleißig verkackt
Möchtest oft einfach nur aufgeben und frei von all den ganzen Problemen sein
Denn das Leben enttäuscht, die Menschen um Dich herum sind meist nur gemein
Manchmal wünschst Du Dir, Du könntest fliehen, wenn der Kopf sich so dreht
Doch der Alltag hat Dich viel zu fest im Griff, es ist einfach schon viel zu spät
Dein Umfeld wird Dich mit Einschränkungen und Problemen noch zerstören
Doch den lauten Hilfeschrei, denn wird man niemals aus Deiner Kehle hören
Trotzdem wirst Du weiter kämpfen, um zu leben, bis es Dich eines Tages erwischt
Bis der Zeitpunkt irgendwann kommt, an dem Dein Lebenslicht für immer erlischt

Fotograf: Michael Schmill Photography
Text/Autor: Steven M. Manitz
Aus dem Buch: “Gefühlswelt – Ein Blick ins Innere”
https://www.facebook.com/Gefuehlswelt.Steven.Manitz/
https://www.facebook.com/steven.manitz


(10.10.2018 – Der Soldat)

Reiner Ott 2

Ungewollt als Soldat geboren.
Um den ersten Herzschlag gekämpft mit dem Wissen,
dass es bis zum Letzten so sein wird.
Glücksmomente hart erkämpft.
Das Glück selbst selten und teuer.
Meine Liste ist lang mit Geschichten, die ich erlebt habe.
Innere Anteile in mir die oft um Aufmerksamkeit kämpfen,
weil sie nicht erneut diese Schmerzen erleben möchten.
Sie toben und schreien.
Die Pflichtbewusste, die den Alltag für Außenstehende organisiert
und für einen reibungslosen Ablauf sorgt.
Das innere Kind, das bis heute nur an einer Hand gehalten wird.
Von der Außenwelt enttäuscht, verletzt, allein gelassen und ignoriert zu werden …
fehlender Akzeptanz und Freude zu begegnen ist ein Stein aus Granit.
Das Ohr und die Schulter für alle zu werden, zu geben, bis man selbst nichts mehr hat
und unsichtbar zu sein, damit sich niemand gestört fühlt, ist der innere Beton.
Vor dem Spiegel zu stehen und sich mit all der Belastung nicht mehr zu sehen,
dass schlimmste Gefühl, was du je empfunden hast. Sie wiegt so schwer,
dass du nicht mehr auf den Beinen stehen kannst. Es weiterhin von dir zu verlangen ist Lebensmüde,
denn das ist, was du langsam fühlst … du bist müde vom Leben.
Vom Kämpfen
Vom Tragen
So viele Fragen, die dich nicht mehr schlafen lassen, weil sie einen unendlichen Strudel in die Tiefe bilden.
Grübeln ist der Scheiterhaufen für die Realität.
Und eines Tages musst, steht die Entscheidung im Raum, dich mit all deiner Last zu ertränken
oder all die Steine mühsam abzubauen.
Erneut zu kämpfen, um zu leben …

Fotograf: Reiner Ott
Text: Anki Gräfin von Moltke

 

 

Gedichte Archiv: Februar 2018 – März 2018

Gedichte Archiv: Februar 2017 – Januar 2018

Gedichte Archiv: Februar 2016 – Januar 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.